Polizeigewalt: "Die Kampagne geht in eine neue Phase über"
Ausschnitt aus Kartenübersicht der Forderungen von "Mehr Verantwortung bei der Polizei"
© Amnesty International
16. März 2011 - Nach acht Monaten geht "Mehr Verantwortung bei der Polizei" – eine Kampagne von Amnesty International – in eine neue Phase über. Zehntausende Menschen haben seit dem Kampagnenstart im Juli 2010 die Forderungen nach einer transparenteren Polizeiarbeit in Deutschland unterstützt - ein beeindruckender Erfolg!
Insgesamt unterstützen über 27.000 Teilnehmer bei Petitionen auf Papier und per E-Mail, mit Aktionspostkarten, sowie im Netz bei der Online-Demonstration die Forderungen der Kampagne. Zusammen mit aktuell 13.000 "Fans" der Kampagne bei Facebook zeigen damit rund 40.000 Unterstützungsbekundungen:
Der Ruf nach mehr Transparenz bei der Polizei ist laut und deutlich.
Noch nie wurde das Thema rechtswidrige Polizeigewalt in Deutschland so stark (und so sachlich!) in der Öffentlichkeit diskutiert. Eine ganze Reihe parlamentarischer Initiativen drängt auf die Umsetzung der Forderungen von Amnesty International, und in vielen Bundesländern haben sich die Überzeugungsbemühungen von Amnesty International zu meist konstruktiven Beziehungen zu den Verantwortlichen in Polizei und Politik entwickelt. Das zeigen die öffentlichen Diskussionsveranstaltungen als auch viele Gespräche und Briefwechsel mit den Verantwortlichen.
Mit der Kampagne will Amnesty die größtenteils sehr gute Polizeiarbeit strukturell unterstützen und verbessern, und letztlich durch mehr Transparenz und Verantwortung bei der Polizei auch das Vertrauen in die Polizei stärken. Mit der Einführung der Kennzeichnungspflicht in Berlin und einem fortgeschrittenen Gesetzesvorhaben von Regierung und Opposition in Brandenburg sind dazu erste konkrete Schritte unternommen worden.
Neue bundesweite Aktion mit Kartenansichten der Forderungen
Zeit also, ein Zwischenfazit zu ziehen und in die Zukunft zu blicken. Denn in den nächsten Monaten wird vor allem die politische Lobbyarbeit im Mittelpunkt der Kampagne stehen – die an die intensive Öffentlichkeitsarbeit der letzten Monate anknüpft. Mit einer neuen bundesweite Aktion können diese Aktivitäten in ganz Deutschland von einer engagierten Öffentlichkeit unterstützt werden.
Neue interaktive Kartenübersichten auf der Kampagnen-Webseite www.amnesty.de/polizei zeigen, wie es aktuell um die Forderungen "Kennzeichnungspflicht für Polizisten" und "unabhängige Untersuchungen" in ganz Deutschland steht und wo es hierzu parlamentarische Initiativen gibt – oder wo diese noch nicht existieren:
Fragen Sie jetzt bei den Abgeordneten nach wie sie zu den Forderungen der Amnesty-Kampagne "Mehr Verantwortung bei der Polizei" stehen!
Aktionsseite mit Karten-Übersichten öffnen
Im Blog: Interview mit dem Kampagnenteam
Mathias Wasik, Online-Redakteur bei Amnesty International Deutschland, sprach mit Annette Hartmetz (Amnesty-Kampagnenreferentin), Timothy Herkt (Online-Redakteur der Kampagne) und Katharina Spieß (Polizeiexpertin bei Amnesty International) über die neue bundesweite Aktion, die Kartenübersichten und den aktuellen Stand der Kampagne: