Aktuell Belarus 04. Oktober 2011

Online-Petition: Todesstrafe in Belarus abschaffen!

Simulierte Hinrichtung.

Simulierte Hinrichtung.

Oktober 2011 - Belarus (Weißrussland) ist der letzte Staat in Europa, der nach wie vor die Todesstrafe verhängt und vollstreckt. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991 sollen etwa 400 Personen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden sein.

Das Risiko, jemanden unschuldig hinzurichten, ist in Belarus besonders hoch, da das Justizsystem schwere Mängel aufweist. Prozesse finden oft unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. "Geständnisse" werden zum Teil unter Folter und Misshandlung erzwungen.

Die Vollstreckung eines Todesurteils erfolgt in der Regel innerhalb von sechs Monaten nach Verhängung der Strafe. Todeskandidaten werden erst direkt vor der Hinrichtung darüber informiert. Daher müssen sie ständig damit rechnen, zur Hinrichtung abgeholt zu werden.

Der Körper des Hingerichteten wird der Familie nicht übergeben. Familien erfahren oft erst nach der Exekution vom Tode ihres Angehörigen, der Bestattungsort wird ihnen aber nicht mitgeteilt.

Amnesty International, das nichtstaatliche belarussische Menschenrechtszentrum "Viasna" sowie das belarussische "Helsinki Komitee" lehnen die Todesstrafe ohne Ausnahme ab, denn sie verletzt das Recht auf Leben und ist eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe.

Gemeinsam und mit Ihrer Unterstützung wollen wir bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember weltweit 100.000 Unterschriften sammeln, die dann der Regierung in Minsk übergeben werden.

Fordern Sie die Abschaffung der Todesstrafe in Belarus. Unterschreiben Sie jetzt online die Petition an den belarussischen Präsidenten!

Jetzt teilnehmen: www.amnesty.de/todesstrafe

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