Aktuell Kambodscha 15. Juli 2009

Kambodscha: 80 Familien droht widerrechtliche Zwangsräumung

Händler in der "Hauptstraße" der Gruppe 78 in Phnom Penh

Händler in der "Hauptstraße" der Gruppe 78 in Phnom Penh

Die Behörden der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh drohen mit der widerrechtlichen Zwangsräumung der Siedlung "Gruppe 78", einer Gemeinde von 80 Familien, die am Flussufer in der Innenstadt von Phnom Penh wohnt.
Der Räumungsbefehl vom 20. April wurde vom Berufungsgericht am 13. Juli bestätigt. Die BewohnerInnen wurden von dem stellvertretenden Gouverneur gewarnt, dass man sie am 17. Juli vertreiben würde, sollten sie keines der angebotenen Entschädigungspakete akzeptieren. Die Angebote der Stadtverwaltung werden von den Familien als völlig unangemessen angesehen. Sie sehen unter anderem eine Umsiedlung in ein 20 Km entferntes Gebiet mit unzureichenden sanitären Einrichtungen und mangelhafter Wasserversorgung vor. Die BewohnerInnen wurden nicht angemessen an den Entscheidungen beteiligt, die ihre Lebenssituation so unmittelbar betreffen. Es gab auch keine ernsthaften Versuche praktikable Alternativen zur Zwangsräumung zu prüfen oder Vorschläge von Seiten der Betroffenen in Betracht zu ziehen.

Die Familien, die teils seit 1983 in dem Gebiet am Fluss siedeln, haben einen rechtlichen Anspruch auf ihr Land, den sie bereits mit entsprechenden Dokumenten nachgewiesen haben. Dennoch droht ihnen seit drei Jahren die Zwangsräumung.

Werden Sie jetzt aktiv! Fordern sie die kambodschanische Regierung auf, alle bevorstehenden Zwangsräumungen unverzüglich zu stoppen und den Familien einen angemessene, alternative Unterkunft anzubieten!

Sie können jetzt etwas gegen die Zwangsräumung tun: Beteiligen Sie sich an der Urgent Action! Vielen Dank.

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