Aktuell 13. März 2009

Ein doppeltes Jubiläum

40 Jahre Amnesty Erlangen
40 Jahre Amnesty Erlangen - Festrede von Heide Mattischeck

40 Jahre Amnesty Erlangen - Festrede von Heide Mattischeck

Am 9. Dezember 2008 feierte die Erlanger Gruppe von Amnesty International zwei Jahrestage: ihr 40-jähriges Bestehen und den 60. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR).

Als Festrednerin Heide Mattischeck ankündigte "Ich werde Ihnen nun die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vorlesen", versetzte sie die Gäste im Erlanger Pacelli-Haus räumlich und zeitlich in die UN-Vollversammlung vom 10. Dezember 1948 zurück. In ihrer Rede bei der Jubiläumsfeier der Erlanger Amnesty-Gruppe zeichnete Heide Mattischeck, früher Mitglied des Menschenrechtsausschusses des Bundestags, die Entwicklung der Menschenrechte nach und dankte Amnesty International "für die Bildungs- und Aufklärungsarbeit, für die ganz konkrete Menschenrechtsarbeit".

Am 9. Dezember 2008 wurde nicht nur der Geburtstag der AEMR gefeiert: Die Erlanger Amnesty-Gruppe konnte auf vier Jahrzehnte zurückblicken. Aufsehen erregende Aktionen rief Kassenwart Martin Hoheisel in Erinnerung, darunter eine Kundgebung im Jahr 1999. Auf einem Banner von 100 Meter Länge wurden all jene genannt, die in den USA seit der Wiedereinführung der Todesstrafe hingerichtet worden waren. Als prägendes Erlebnis schilderte Hoheisel die Reise in Erlangens russische Partnerstadt Wladimir im Jahr 2000, bei der Gruppenmitglieder das dortige Gefängnis besuchten. Das Engagement der Gruppe für Einzelne verdeutlichte Veronika Finckh, indem sie über die Hilfe für Asylsuchende in den 70er Jahren berichtete.

Unter dem Motto "Menschenrechte ERlangen" warfen die Amnesty-Mitglieder zusammen mit Freunden, Förderern sowie Vertretern aus der Stadt- und Landespolitik nicht nur einen Blick in die Vergangenheit. In kurzen Beiträgen stellten sich aktuelle Arbeitskreise wie z.B. die Hochschulgruppe vor. Seit ihrer Gründung vor zwei Jahren hat sie sich zu einem festen Bestandteil der Universitätsstadt entwickelt.

"Wir werden einerseits weiterhin gegen Menschenrechtsverletzungen in aller Welt vorgehen," erklärte Gruppensprecherin Kornelia Gallwas. "Andererseits möchten wir auch hier vor Ort das Bewusstsein für Menschenrechte schärfen, z. B. durch Schulbesuche. Wir müssen immer vergegenwärtigen, dass die Einhaltung der Menschenrechte nirgendwo selbstverständlich ist."

Weitere Informationen zur Erlanger Amnesty-Gruppe und ihren aktuellen Terminen auf [FLAGLINKwww.amnesty-erlangen.de]

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