Hingerichtet
Ergebnis dieser Urgent Action
Ali Ahsan Mohammad Mujaheed und Salauddin Quader Chowdhury wurden am 22. November hingerichtet. Die Behörden gaben an, dass die beiden Männer sich in einem Gnadengesuch schuldig bekannt hätten, das vom Präsidenten von Bangladesch abgelehnt worden sei. Die Familien der beiden Männer bestreiten jedoch, dass es ein solches Gnadengesuch gegeben habe.
Rund 101 Länder weltweit haben die Todesstrafe bislang abgeschafft - es bleibt noch ein langer Weg
© Amnesty International
Ali Ahsan Mohammad Mujaheed und Salauddin Quader Chowdhury wurden am 22. November hingerichtet. Die Behörden gaben an, dass die beiden Männer sich in einem Gnadengesuch schuldig bekannt hätten, das vom Präsidenten von Bangladesch abgelehnt worden sei. Die Familien der beiden Männer bestreiten jedoch, dass es ein solches Gnadengesuch gegeben habe.
Sachlage
Ali Ahsan Mohammad Mujaheed und Salauddin Quader Chowdhury wurden am Sonntag, dem 22. November hingerichtet, nachdem der Oberste Gerichtshof von Bangladesch ihre Todesurteile am 18. November bestätigt hatte.
Das Verteidigungsteam von Salauddin Quader Chowdhury hatte schwerwiegende Fehler während seiner Anhörung vor der Berufungsabteilung herausgestellt. Der Oberste Gerichtshof hatte es beispielsweise versäumt, die Aussage eines Zeugen, bekannt als "PW-6", zurückzuweisen. Der Zeuge hatte angegeben, dass eine Person, die seine Aussage bestätigen könnte, tot sei. Dies war jedoch nicht der Fall, da die genannte Person sogar als Beweis eine eidesstattliche Erklärung abgegeben hatte. Durch das von Ali Ahsan Mohammad Mujaheed eingelegte Rechtsmittel konnte der Vorwurf der Staatsanwaltschaft nicht zurückgewiesen werden, dass er seine Untergebenen zu Menschenrechtsverletzungen angestiftet habe, obwohl keiner der Untergebenen identifiziert wurde und es keine aufgezeichneten Aussagen von ihnen gab.
Nach ihrer Hinrichtung gaben der Innenminister und der Justizminister von Bangladesch an, dass beide Männer ein Gnadengesuch eingereicht hätten. Darin sollen sie ihre Schuld zugegeben und um Begnadigung durch den Präsidenten von Bangladesch gebeten haben. Das Gnadengesuch soll vom Präsidenten abgelehnt und die Hinrichtungen in der Folge vollstreckt worden sein. Die Familien von Ali Ahsan Mohammad Mujaheed und Salauddin Quader Chowdhury streiten diese Behauptungen jedoch ab und beharren darauf, dass keiner der beiden ein Gnadengesuch eingereicht habe.
Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank an alle, die versucht haben, die Hinrichtungen zu verhindern.