Studentischer Aktivist frei
Ergebnis dieser Urgent Action
Kyaw Ko Ko, ein bekanntes Mitglied einer Studierendenvereinigung in Myanmar, ist am 8. April aus der Haft entlassen worden. Zuvor hatten Gerichte alle Anklagen gegen mehrere Studierende, die an friedlichen Protesten teilgenommen hatten, fallengelassen.
Der Filmemacher Min Htin Ko Ko Gyi
© UN
Kyaw Ko Ko, ein bekanntes Mitglied einer Studierendenvereinigung in Myanmar, ist am 8. April aus der Haft entlassen worden. Zuvor hatten Gerichte alle Anklagen gegen mehrere Studierende, die an friedlichen Protesten teilgenommen hatten, fallengelassen.
Sachlage
Am 8. April wurde Kyaw Ko Ko, ein studentischer Aktivist und Vorsitzender der All Burma Federation of Student Unions (ABFSU), einer der bekanntesten Studierendenvereinigungen des Landes, aus dem Gefängnis entlassen, nachdem Gerichte alle gegen ihn erhobenen Anklagen fallengelassen hatten. Einen Tag vor seiner Freilassung hatte die neue Regierung angekündigt, alle gewaltlosen politischen Gefangenen so schnell wie möglich freilassen zu wollen.
Kyaw Ko Ko war am 29. Oktober 2015 im Township Thingangyun in Rangun, der größten Stadt Myanmars, von Polizist_innen in Zivilkleidung festgenommen worden. Seine Festnahme stand im Zusammenhang mit einer friedlichen Demonstration, die er am 10. März 2015 in Rangun organisiert hatte, um gegen die gewaltsame Auflösung einer anderen studentischen Protestveranstaltung in Letpadan im Verwaltungsbezirk Bago am selben Tag zu protestieren. Nach der Demonstration am 10. März 2015 erging wegen seiner Rolle als Organisator ein polizeilicher Haftbefehl gegen Kyaw Ko Ko, weshalb er untertauchte. Er wurde einer Reihe von Straftaten angeklagt, weshalb ihm wegen seiner friedlichen Aktivitäten über sechseinhalb Jahre Haft drohten.
Kyaw Ko Ko hätte nie inhaftiert werden dürfen. Amnesty International wird sich auch weiterhin für die Freilassung aller gewaltlosen politischen Gefangenen in Myanmar einsetzen.
Es sind keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzes erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.