Willkürliche Inhaftierung

Ergebnis dieser Urgent Action

Miguel Angel Correa Franco hat seine Freiheit zurückerhalten. Er war am 15. Juni in Zusammenhang mit der Tötung von sechs Sicherheitskräften während einer gewaltsamen Zwangsräumung im Osten von Paraguay, von der landlose Kleinbauern betroffen waren, festgenommen worden. Anschließend war er einen Monat lang inhaftiert, obwohl offenbar keine stichhaltigen Beweise für seine Beteiligung an den Tötungen oder seine Anwesenheit bei den Zusammenstößen vorlagen.

Ein Sprecher paraguayischer Kleinbauern, Miguel Angel Correa Franco, wurde am 15. Juni in Zusammenhang mit dem Tod von sechs Angehörigen der Polizei während einer gewaltsamen Vertreibung landloser Kleinbauern im Osten von Paraguay festgenommen. Es konnten jedoch keine stichhaltigen Beweise erbracht werden, die seine Beteiligung an der Tötung der PolizistInnen oder seine Anwesenheit am Ort der gewaltsamen Zusammenstöße belegen.

Appell an

INNENMINISTER VON PARAGUAY
Sr Carmelo Caballero
Ministro del Interior

Chile 1002 e/ Manduvira,
Asuncion, PARAGUAY
(korrekte Anrede: Dear Minister / Señor Ministro / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 595) 21 45 00 27

GENERALSTAATSANWALT VON PARAGUAY
Dr. Javier Díaz Verón
Fiscal General
Chile e/Rodriguez de Francia Asuncion, PARAGUAY
(korrekte Anrede: Dear General Prosecutor / Señor Fiscal General / Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt)
Fax: (00 595) 21 415 600 01 55

Sende eine Kopie an

NGO
Sobrevivencia
Isabel la Católica 1867
Casilla de Correos 1380
Asunción- PARAGUAY

BOTSCHAFT DER REPUBLIK PARAGUAY
S.E. Herrn Raul Alberto Florentin Antola
Hardenbergstraße 12
10623 Berlin
Fax: 030-31 99 86 17
E-Mail: embapar@embapar.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 29. August 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.

Sachlage

Eine gewaltsame Auseinandersetzung im Bezirk Curuguaty im paraguayischen Departamento Canindeyú am 15. Juni endete mit mindestens 17 Toten, unter ihnen sechs Angehörige der Polizei und elf Kleinbauern. Kurz nach dem Vorfall wurden 13 Personen, darunter zwei Minderjährige, in Zusammenhang mit den Tötungen festgenommen.

Einer der Inhaftierten ist Miguel Angel Correa Franco aus der Gemeinde Luz Bella im Departamento San Pedro. Eine Erklärung der Polizei, die zur Zeit seiner Festnahme entstanden sein soll, besagt, dass er an der Stelle festgenommen wurde, an der die Auseinandersetzung stattgefunden hatte. Dennoch besteht Miguel Angel Correa Franco darauf, während der Zusammenstöße nicht zugegen gewesen und vielmehr bei seiner Ankunft in einem Krankenhaus in Curuguaty von Angehörigen der Polizei festgenommen worden zu sein. Er habe sich dorthin begeben, weil ein Freund ihn angerufen und gebeten hatte, im Krankenhaus nachzusehen, ob sich dort ein bei den Auseinandersetzungen verletzter Familienangehöriger befand. Er berichtete, dass ihn die Polizei im Gewahrsam geschlagen und mit dem Tode bedroht habe. Am 17. Juni wurde er in das Gefängnis Coronel Oviedo überführt, wo es ihm erlaubt war, einen Rechtsbeistand zu sehen. Neben anderen Anschuldigungen droht ihm nun eine Anklage wegen Mordes.

Der Anwalt von Miguel Angel Correa Franco hat bereits drei Mal die Freilassung seines Mandanten beantragt. Er argumentierte, dass nicht genügend Beweismittel für die Beteiligung von Miguel Angel Correa an den Auseinandersetzungen und den Tötungen der PolizistInnen vorlägen, und dass sich sein Mandant während der Vorfälle an einem anderen Ort aufgehalten habe. Der örtliche Staatsanwalt empfahl ebenfalls, Miguel Angel Correa Franco freizulassen, da kein Beweismaterial vorliege, um ihn anklagen zu können. Diese Anträge sind jedoch sowohl vom örtlichen Gericht als auch vom Berufungsgericht abgewiesen worden.

Berichten zufolge wurden die Ergebnisse einer Voruntersuchung der Vorfälle vom 15. Juni durch das Büro des Staatsanwalts und die Polizei den paraguayischen Behörden übergeben. Die Ermittlungsergebnisse sind jedoch nicht veröffentlicht worden und es ist nicht bekannt, ob dabei Sorge dafür getragen wurde, dass alle Todesfälle, auch die der elf Kleinbauern, vollständig untersucht werden.

[EMPFOHLENE AKTIONEN ]

SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich fordere Sie auf, Miguel Angel Correa Franco sofort freizulassen, da offensichtlich keine Beweise vorliegen, die belegen, dass er ein Verbrechen begangen hat.

  • Ich appelliere ferner an Sie, die Berichte über Folter und Morddrohungen gegen Miguel Angel Correa Franco während seiner Inhaftierung am 15. und 16. Juni zu untersuchen und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

  • Leiten Sie außerdem bitte eine unabhängige und unparteiliche Untersuchung aller in Curuguaty begangenen Tötungsdelikte ein und bringen Sie die Verantwortlichen in einem ordnungsgemäßen Verfahren und einer fairen Verhandlung von Gericht.

[APPELLE AN]

INNENMINISTER VON PARAGUAY
Sr Carmelo Caballero
Ministro del Interior

Chile 1002 e/ Manduvira,
Asuncion, PARAGUAY
(korrekte Anrede: Dear Minister / Señor Ministro / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 595) 21 45 00 27

GENERALSTAATSANWALT VON PARAGUAY
Dr. Javier Díaz Verón
Fiscal General
Chile e/Rodriguez de Francia Asuncion, PARAGUAY
(korrekte Anrede: Dear General Prosecutor / Señor Fiscal General / Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt)
Fax: (00 595) 21 415 600 01 55

KOPIEN AN
NGO
Sobrevivencia
Isabel la Católica 1867
Casilla de Correos 1380
Asunción- PARAGUAY

BOTSCHAFT DER REPUBLIK PARAGUAY
S.E. Herrn Raul Alberto Florentin Antola
Hardenbergstraße 12
10623 Berlin
Fax: 030-31 99 86 17
E-Mail: embapar@embapar.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 29. August 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.