Menschenrechtler freilassen!

Stark gegen das Unrecht - Menschenrechtsverteidiger

Stark gegen das Unrecht - Menschenrechtsverteidiger

Die Menschenrechtsverteidiger Yves Makwambala und Fred Bauma befinden sich weiterhin im Makala-Gefängnis in Kinshasa in Haft. Gegen sie wurde Anklage wegen "Hochverrats, Putschversuchs und der versuchten Tötung eines Staatsoberhaupts" erhoben.

Appell an

JUSTIZMINISTER
Alexis Tambwe Mwamba
Ministry of Justice and Human Rights
P.O. Box 3137
Kinshasa/Gombe
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO
(Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
E-Mail: info@minjustice.cd
Fax: (00 243) 88 05 521

GENERALSTAATSANWALT
Flory Kabange Numbi
Office of the Attorney General
P.O. Box 7016, Kinshasa 1
Kinshasa
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO
(Anrede: Dear Attorney General / Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt)
E-Mail: pgr_rdc@yahoo.fr

Sende eine Kopie an

MINISTERPRÄSIDENT
His Excellency Augustin Matata Ponyo
Office of the Prime Minister
5 Avenue Roi Baudoin
Kinshasa/Gombe
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO
E-Mail: contact@primature.cd
primaturerdc@yahoo.fr
cabinet@primature.cd

BOTSCHAFT DER DEMOKRATISCHEN REPUBLIK KONGO
I. E. Frau Kamanga Clementine Shakembo
Ulmenallee 42a
14050 Berlin
Fax: 030-30 11 12 97
E-Mail: ambardc_berlin@yahoo.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 3. Juli 2015 keine Appelle mehr zu verschicken.

Sachlage

Am 15. März stürmten Sicherheitskräfte eine Pressekonferenz der Bewegung Filimbi im Eloko-Makasi Jugendzentrum in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. Es wurden etwa 30 Personen festgenommen, unter ihnen Yves Makwambala und Fred Bauma. Zu den Personen, die Mitte März festgenommen wurden, gehörten auch Mitglieder der kongolesischen Jugendorganisation Lutte pour le Changement (LUCHA), Mitglieder der senegalesischen Bewegung Y’en a Marre, die burkinische Gruppe Balai Citoyen sowie ein US-amerikanischer Diplomat und Journalist_innen, die bei der Pressekonferenz anwesend waren.

Ein US-amerikanischer Diplomat und ausländische Journalist_innen, die zusammen mit den Menschenrechtlern festgenommen worden waren, wurden noch am selben Tag wieder freigelassen. Am 21. April entließ man ein führendes Mitglied der Filimbi-Bewegung, Sylvain Saluseke, ohne Anklage aus einer geheimen Haftanstalt.
Yves Makwambala und Fred Bauma befanden sich in geheimer Haft, bis sie jeweils am 25. April und am 5. Mai in das Makala-Gefängnis in Kinshasa verlegt wurden. Man beschuldigt beide Menschenrechtler des "Verrats, Putschversuchs und der versuchten Tötung eines Staatsoberhaupts". Die Rechtsbeistände von Yves Makwambala und Fred Bauma gaben jedoch an, dass die Akten ihrer Mandanten, die der Staatanwaltschaft vorliegen, keine Beweise gegen die zwei Menschenrechtler enthalten.

Amnesty International betrachtet Yves Makwambala und Fred Bauma als gewaltlose politische Gefangene, die lediglich wegen der friedlichen Ausübung ihrer Rechte auf freie Meinungsäußerung, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheitinhaftiert sind. Amnesty International sieht diese Angriffe auf die Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, die insbesondere Jugendgruppen und Oppositionsparteien betreffen, mit großer Sorge. Vor allem im Vorfeld der Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo sind diese sehr bedenklich.

[SCHREIBEN SIE BITTE ]

FAXE, E-MAILS ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Bitte lassen Sie alle Anklagen gegen Yves Makwambala und Fred Bauma fallen und lassen Sie sie sofort und bedingungslos frei.

  • Sorgen Sie dafür, dass die Inhaftierten vor Folter und anderen Misshandlungen geschützt werden und gewähren Sie ihnen für die Dauer ihrer Inhaftierung Zugang zu ihren Familien.

  • Ich appelliere an Sie, die Rechte auf freie Meinungsäußerung und auf Versammlung- und Vereinigungsfreiheit in der Demokratischen Republik Kongo zu schützen.

[APPELLE AN]

JUSTIZMINISTER
Alexis Tambwe Mwamba
Ministry of Justice and Human Rights
P.O. Box 3137
Kinshasa/Gombe
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO
(Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
E-Mail: info@minjustice.cd
Fax: (00 243) 88 05 521

GENERALSTAATSANWALT
Flory Kabange Numbi
Office of the Attorney General
P.O. Box 7016, Kinshasa 1
Kinshasa
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO
(Anrede: Dear Attorney General / Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt)
E-Mail: pgr_rdc@yahoo.fr

KOPIEN AN
MINISTERPRÄSIDENT
His Excellency Augustin Matata Ponyo
Office of the Prime Minister
5 Avenue Roi Baudoin
Kinshasa/Gombe
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO
E-Mail: contact@primature.cd
primaturerdc@yahoo.fr
cabinet@primature.cd

BOTSCHAFT DER DEMOKRATISCHEN REPUBLIK KONGO
I. E. Frau Kamanga Clementine Shakembo
Ulmenallee 42a
14050 Berlin
Fax: 030-30 11 12 97
E-Mail: ambardc_berlin@yahoo.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 3. Juli 2015 keine Appelle mehr zu verschicken.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Der Workshop und die Pressekonferenz wurden von den örtlichen NGOs la Jeunesse pour une Nouvelle Société (JNS), le Forum National de la Jeunesse pour l’Excellence (FNJE) und Lutte pour le Changement (LUCHA) am 15. März ausgerichtet. In dem Workshop brachten sie die Aktivist_innen zivilgesellschaftlicher Bewegungen an einen Tisch, darunter Y’en a Marre aus dem Senegal und Balai Citoyen aus Burkina Faso. Letztere hatte sich im Oktober 2014 für die Amtsenthebung des burkinischen Präsidenten Blaise Compaoré eingesetzt. Einige Mitglieder von Y’en a Marre sind in der Demokratischen Republik Kongo sehr bekannt. Im Jahr 2012 spielten sie eine wichtige Rolle bei der Mobilisierung der senegalesischen Bevölkerung zum Protest gegen eine dritte Amtszeit des damaligen Präsidenten. Auf die Pressekonferenz folgte ein Workshop über zivilgesellschaftliches Engagement von Jugendlichen in Politikprozessen im Vorfeld der Wahlen im Lande.

In einer kurzen Stellungnahme hat die US amerikanische Botschaft in Kinshasa mitgeteilt, dass sie Teile der Veranstaltung finanziell unterstützt hat.