Festnahmen nach Protesten
Ergebnis dieser Urgent Action
Am 8. März wurden etwa 24 Menschen, die nach Protesten am 3. und 4. März in al-Qatif festgenommen worden waren, aus der Haft entlassen. Zuvor hatten die Gefangenen Erklärungen unterschreiben müssen, in denen sie sich dazu verpflichteten, nicht mehr an Demonstrationen teilzunehmen.
Nach Protesten sind am 3. und 4. März etwa 24 Menschen in der saudi-arabischen Stadt al-Qatif inhaftiert worden. Es ist anzunehmen, dass die Gefangenen ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten werden und ihnen Folter oder andere Misshandlungen drohen. Amnesty International befürchtet, dass die Protestierenden sich nur deshalb in Haft befinden, weil sie ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit in friedlicher Weise wahrgenommen haben. Sie wären in diesem Fall als gewaltlose politische Gefangene zu betrachten.
Appell an
INNENMINISTER
His Royal Highness
Prince Naif bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud
Second Deputy Prime Minister and Minister of the Interior
P.O. Box 2933, Airport Road,
Riad 11134, SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Your Royal Highness)
Fax: (00 966) 1 403 1185) (bitte mehrmals versuchen)
KÖNIG
His Majesty
King 'Abdullah Bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud
The Custodian of the two Holy Mosques
Office of His Majesty the King
Royal Court, Riad, SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Your Majesty)
Fax: (00 966) 1 403 1185 (über das Innenministerium, bitte mehrmals versuchen)
Sende eine Kopie an
VORSITZENDER DER STAATLICHEN MENSCHENRECHTSKOMMISSION
Mr Bandar Mohammed 'Abdullah Al-Aiban
President, Human Rights Commission
P.O. Box 58889
King Fahad Road, Building No. 373
Riad 11515, SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Dear Dr al-Aiban)
E-Mail: hrc@haq-ksa.org
BOTSCHAFT DES KÖNIGREICHS SAUDI-ARABIEN
S.E. Herrn Prof. Dr. med Ossama Abdulmajed Ali Shobokshi
Tiergartenstr. 33-34
10785 Berlin
Fax: 030-8892 5179 oder 030-8892 5176
E-Mail: saudi-embassy-berlin@t-online.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 15. April 2011 keine Appelle mehr zu verschicken.
PLEASE SEND APPEALS IMMEDIATELY
-
Urging the authorities to ensure that the around 24 men detained following the protests in al-Qatif, including Hussain al-Yusef and Hussein al-'Alq, are protected from torture and other ill-treatment, and given regular access to their family, lawyers and any medical attention they may require;
-
Noting that if they are being held solely for peacefully exercising their right to freedom of expression and association, Amnesty International would consider them to be prisoners of conscience and call for their immediate and unconditional release;
- Asking for details of any charges they face to be made public and calling on the authorities to ensure that any legal proceedings against them conform to international fair trial standards.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE FAXE, E-MAILS ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Ich appelliere an Sie, sicherzustellen, dass die etwa 24 Menschen, die infolge der Proteste in al-Qatif festgenommen wurden, weder gefoltert noch misshandelt werden, Zugang zu jeglicher benötigter medizinischer Versorgung erhalten und regelmäßig von ihren Familien und ihren RechtsanwältInnen besucht werden können.
-
Ich betone, dass Amnesty International die Inhaftierten als gewaltlose politische Gefangene betrachten und sich für ihre unverzügliche und bedingungslose Freilassung einsetzen wird, falls sie sich nur deshalb in Haft befinden, weil sie ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit in friedlicher Weise wahrgenommen haben.
- Ich bitte Sie, die gegen die Inhaftierten erhobenen Anklagen detailliert bekannt zu geben und sicherzustellen, dass eventuell gegen sie eingeleitete rechtliche Schritte internationalen Standards der Fairness entsprechen.
Sachlage
Die festgenommenen Personen hatten in al-Qatif in der Ostprovinz Saudi-Arabiens dagegen protestiert, dass neun Angehörige der schiitischen Glaubensgemeinschaft nach wie vor ohne Gerichtsverfahren inhaftiert sind. Die neun Männer werden in Zusammenhang mit einem 1996 verübten Anschlag auf eine Wohnanlage in al-Khobar, bei dem 19 US- Militärangehörige und ein Saudi-Arabier getötet wurden, in Haft gehalten.
Zwei der am 3. bzw. 4. März Festgenommenen, Hussain al-Yusef und Hussein al-’Alq, haben mehrere Artikel auf der schiitischen Internetseite www.rasid.com veröffentlicht, auf der häufig Festnahmen und Diskriminierungen von Angehörigen der schiitischen Glaubensgemeinschaft dokumentiert werden. Huassain al-Yusef wurde noch während der Proteste festgenommen. Die Inhaftierung von Huassin al-’Alq erfolgte am selben Tag; MitarbeiterInnen des Allgemeinen Geheimdienstes suchten ihn um Mitternacht in seinem Haus auf und brachten ihn zu einer nahegelegenen Polizeiwache in Tarut. Eine Stunde später wurde Hussain al-’Alq auf eine Polizeistation in al-Qatif überstellt. Seine Familie hat seitdem nichts mehr von ihm gehört. AktivistInnen in Saudi-Arabien gehen davon aus, dass Hussain al-’Alq in einer Einrichtung des Allgemeinen Geheimdienstes in Dammam in der Ostprovinz Saudi-Arabiens festgehalten wird.
Hussain al-’Alq war bereits zuvor zwei Mal inhaftiert. Die erste Festnahme erfolgte 1996 nach dem Bombenanschlag in al-Khobar. Damals verbrachte Hussain al-’Alq sieben Monate ohne Anklageerhebung und Gerichtsverfahren in Haft. Etwa ein Jahr später wurde er zum zweiten Mal inhaftiert und abermals fünf Monate unter den vorgenannten Bedingungen festgehalten. Vor rund einem Jahr bestellte man ihn auf eine Polizeiwache, wo er mehrere Stunden lang einem Verhör unterzogen wurde; Grund dafür war ein kritischer Artikel über einen Scheich, der nur wenige Stunden zuvor von ihm verfasst worden war.
Berichten zufolge nahmen etwa 200 Menschen an den Protesten in al-Qatif teil, darunter auch die Ehefrauen der Männer, die im Zusammenhang mit dem Anschlag in al-Khobar inhaftiert wurden. Trotz des friedlichen Protestverlaufs sollen wenigstens drei Menschen von Angehörigen der Sicherheitskräfte, die zur Überwachung der Aktionen vor Ort waren, mit Stöcken geschlagen und getreten worden sein.
[EMPFOHLENE AKTIONEN]
SCHREIBEN SIE BITTE FAXE, E-MAILS ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
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Ich appelliere an Sie, sicherzustellen, dass die etwa 24 Menschen, die infolge der Proteste in al-Qatif festgenommen wurden, weder gefoltert noch misshandelt werden, Zugang zu jeglicher benötigter medizinischer Versorgung erhalten und regelmäßig von ihren Familien und ihren RechtsanwältInnen besucht werden können.
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Ich betone, dass Amnesty International die Inhaftierten als gewaltlose politische Gefangene betrachten und sich für ihre unverzügliche und bedingungslose Freilassung einsetzen wird, falls sie sich nur deshalb in Haft befinden, weil sie ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit in friedlicher Weise wahrgenommen haben.
- Ich bitte Sie, die gegen die Inhaftierten erhobenen Anklagen detailliert bekannt zu geben und sicherzustellen, dass eventuell gegen sie eingeleitete rechtliche Schritte internationalen Standards der Fairness entsprechen.
[APPELLE AN]
INNENMINISTER
His Royal Highness
Prince Naif bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud
Second Deputy Prime Minister and Minister of the Interior
P.O. Box 2933, Airport Road,
Riad 11134, SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Your Royal Highness)
Fax: (00 966) 1 403 1185) (bitte mehrmals versuchen)
KÖNIG
His Majesty
King 'Abdullah Bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud
The Custodian of the two Holy Mosques
Office of His Majesty the King
Royal Court, Riad, SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Your Majesty)
Fax: (00 966) 1 403 1185 (über das Innenministerium, bitte mehrmals versuchen)
KOPIEN AN
VORSITZENDER DER STAATLICHEN MENSCHENRECHTSKOMMISSION
Mr Bandar Mohammed 'Abdullah Al-Aiban
President, Human Rights Commission
P.O. Box 58889
King Fahad Road, Building No. 373
Riad 11515, SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Dear Dr al-Aiban)
E-Mail: hrc@haq-ksa.org
BOTSCHAFT DES KÖNIGREICHS SAUDI-ARABIEN
S.E. Herrn Prof. Dr. med Ossama Abdulmajed Ali Shobokshi
Tiergartenstr. 33-34
10785 Berlin
Fax: 030-8892 5179 oder 030-8892 5176
E-Mail: saudi-embassy-berlin@t-online.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 15. April 2011 keine Appelle mehr zu verschicken.
PLEASE SEND APPEALS IMMEDIATELY
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Urging the authorities to ensure that the around 24 men detained following the protests in al-Qatif, including Hussain al-Yusef and Hussein al-'Alq, are protected from torture and other ill-treatment, and given regular access to their family, lawyers and any medical attention they may require;
-
Noting that if they are being held solely for peacefully exercising their right to freedom of expression and association, Amnesty International would consider them to be prisoners of conscience and call for their immediate and unconditional release;
- Asking for details of any charges they face to be made public and calling on the authorities to ensure that any legal proceedings against them conform to international fair trial standards.