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Kinder haben Rechte!

Themenberichte

Lesen und schreiben lernen, genug essen und spielen - noch immer müssen viele Kinder auf das Wichtigste im Leben verzichten. Millionen von Jungen und Mädchen arbeiten in Minen oder kämpfen im Krieg. Das verstößt gegen die Menschenrechte. Kinder brauchen Schutz und besondere Unterstützung, um ihre Rechte durchzusetzen.

Kinderrechte müssen verteidigt werden. Deshalb hat die UN 1989 die "Konvention über die Rechte des Kindes" beschlossen. Demnach haben alle Kinder einen Anspruch auf Bildung, Gesundheit, Freizeit, Spiel und Erholung. Das Abkommen ist der einzige völkerrechtliche Vertrag, den alle UN-Staaten unterzeichnet haben. Doch Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander.

Die Unterzeichner haben sich verpflichtet, Kinder vor Arbeit zu schützen, die deren Entwicklung behindert. Dennoch schuften rund 250 Millionen Kinder weltweit - davon mehr als 85 Millionen unter Bedingungen, die laut Internationaler Arbeitsorganisation als "gefährlich" eingestuft werden bzw. ihrer Gesundheit schaden oder keine Zeit für den Schulbesuch und zum Spielen lassen. Zudem hat jedes Kind das Recht auf einen kostenlosen Grundschulplatz. Doch mehr als 120 Millionen Kinder besuchen keine Schule. Die Mehrheit von ihnen sind Mädchen. Eigentlich müssten die Vertragsstaaten auch dafür sorgen, dass Kinder nicht für bewaffnete Einheiten rekrutiert werden. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen aber kämpfen über 250 000 Kindersoldaten in reguläre Armeen oder Rebellengruppen. In einigen Ländern wird bis heute die Todesstrafe gegen Minderjährige verhängt.

Amnesty International fordert die Umsetzung aller Kinderrechte und arbeitet mit anderen Organisationen gegen die Rekrutierung Minderjähriger für den Krieg. Wir decken Fälle auf, in denen Mädchen und Jungen das Recht auf Bildung verweigert wird, und kämpfen gegen die Hinrichtung jugendlicher Straftäter. Außerdem arbeitet Amnesty mit Lehrerinnen und Lehrern zusammen, um Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte aufzuklären.

Amnesty International fordert von den Regierungen weltweit:

  • allen Kindern den Besuch von Grundschulen zu ermöglichen;
  • aktiv gegen die Ausbeutung von Kindern vorzugehen;
  • Hinrichtungen von jugendlichen Straftätern sofort auszusetzen;
  • bei der Inhaftierung von Jugendlichen internationale Mindeststandards zu garantieren;
  • Jugendliche nicht in Gefängnisse für Erwachsene zu sperren.

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16.01.2017Urgent Action: LUCHA-Aktivist in HaftUA-287/2016-1
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