Pressemitteilung 12. Februar 2016

Berlinale: Protestaktion für inhaftierten Regisseur Oleg Sentsov mit prominenter Unterstützung am 14.02.

Wann: Sonntag, 14. Februar 2016 Treffpunkt: 16:20 Uhr (pünktlich) Beginn der Aktion: 16:30 – 17:00 Uhr

Wo: CineStar im Sony-Center Vor dem Haupteingang Potsdamer Straße 4 10785 Berlin

Was: Die Schauspielerinnen Meret Becker und Katja Riemann unterstützen eine Aktion von Amnesty International sowie der Deutschen Filmakademie und der European Film Academy. Gemeinsam fordern sie die Freilassung des krim-ukrainischen Filmregisseurs Oleg Sentsov. Sie halten zusammen mit Amnesty-Aktivisten Protestplakate und Schilder und fordern mit einer Petition Sentsovs Freilassung. Die Aktion findet vor der Premiere des Films „Mariupolis“ statt, der den Konflikt zwischen prorussischen Rebellen und der ukrainischen Armee thematisiert.

Filmregisseur Oleg Sentsov wurde am 25. August 2015 in einem unfairen Verfahren vor einem russischen Militärgericht zu 20 Jahren Haft verurteilt und befindet sich seitdem in einem Arbeitslager. Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes FSB hatten den ukrainischen Staatsbürger auf der besetzten Krim festgenommen, wo Sentsov an friedlichen Demonstrationen gegen die russische Besetzung der Krim teilgenommen hatte. Oleg Sentsov wurde wegen "terroristischer Aktivitäten" angeklagt und auf der Grundlage von Aussagen verurteilt, die aller Wahrscheinlichkeit nach durch Folter erzwungen worden waren. Er selbst gab vor Gericht an, misshandelt und gefoltert worden zu sein. Das Gericht wies die Vorwürfe jedoch als unbegründet zurück.

Wichtiger Hinweis: Die Aktion findet vor Kinosaal 7 statt. Einlass erfolgt nur unter Vorlage eines gültigen Presseausweises und des ausgedruckten Terminhinweises. Treffpunkt ist um 16:20 Uhr vor dem Haupteingang des Kinos CineStar im Sony-Center.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Amnesty-Pressesprecherin Sara Fremberg (Mobil: 0151 / 52 70 21 84).

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