Pressemitteilung Russische Föderation 17. Juli 2009

Amnesty verurteilt Mord an tschetschenischer Menschenrechtlerin

Hintergrundinformationen zur Menschenrechtslage im Nordkaukasus

BERLIN, 17.07.2009 - Heute beginnt in München der diesjährige Petersburger Dialog zwischen Deutschland und Russland. "Bundeskanzlerin Angela Merkel muss bei der russischen Regierung darauf drängen, dass die angeordnete Untersuchung auch tatsächlich durchgeführt und nicht wie in früheren Fällen verschleppt wird". sagte die in Moskau arbeitende Russland-Researcherin von Amnesty International, Friederike Behr. "Darüber zeigt der Mord - nur wenige Monate nach dem Mord an dem Menschenrechtsanwalt Stanislaw Markelow und der Journalistin Anastasia Baburowa - wieder einmal auf schreckliche Weise, wie gefährdet Menschenrechtsaktivisten in Russland leben. Merkel sollte Medwedew klar machen, dass Deutschland von der russischen Regierung erwartet, Menschenrechtsaktivisten künftig wirksam zu schützen", sagte Behr.

Friederike Behr hält sich zur Zeit in Deutschland auf und steht für Interviews in Deutsch und Englisch , v.a. zu den Hintergründen der Lage im Nordkaukasus, zur Verfügung.

Im Anhang finden Sie die aktuelle Pressemitteilung der Amnesty-Zentrale zum Mord and Natalja Estemirowa. Den vor wenigen Tagen veröffentlichten, deshalb hochaktuellen Bericht zur Menschenrechtslage im Nordkaukasus ("Rule without Law: Human Rights Violation in the North Caucasus", 48 S., Englisch) schicken wir Ihnen gerne als pdf zu. Eine zweiseitige Zusammenfassung des Berichts finden Sie ebenfalls im Anhang.

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