Jugendvertreter weiter inhaftiert

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Karte der Demokratischen Republik Kongo, Afrika, mit Legende

Karte der Demokratischen Republik Kongo, Afrika

Ein führendes Mitglied der Jugendorganisation der Oppositionspartei UDPS, Christian Lumu Lukusa, befindet sich schon seit dem 22. November 2017 in Kinshasa willkürlich in Haft. Allem Anschein nach wurde er damals von Angehörigen des kongolesischen Geheimdienstes festgenommen. Das Besuchsrecht seiner Familie ist eingeschränkt und der Zugang zu einem Rechtsbeistand wird ihm schon seit der Festnahme verwehrt.

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Dein Appell

Sehr geehrter Herr Minister,

besorgt habe ich erfahren, dass das führende Mitglied der Jugendorganisation der Oppositionspartei UDPS, Herrn Christian Lumu Lukusa, weiterhin inhaftiert ist und er seit seiner Festnahme keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand hat.

Bitte sorgen Sie dafür, dass Christian Lumu Lukusa umgehend und bedingungslos freigelassen wird.

Bitte stellen Sie sicher, dass er bis zu seiner Freilassung regelmäßigen Zugang zu seiner Familie, einem Rechtsbeistand seiner Wahl sowie die von ihm benötigte medizinische Behandlung erhält.

Sorgen Sie bitte außerdem dafür, dass Christian Lumu Lukusa in Haft weder gefoltert noch anderweitig misshandelt wird.

Hochachtungsvoll

Du möchtest selbst aktiv werden und die Botschaft lieber per Brief, Fax oder mit deinem eigenen E-Mail-Programm versenden?

Hier kannst du deine Botschaft als PDF-Datei herunterladen oder direkt über dein eigenes E-Mail-Programm verschicken. Wähle einfach deine bevorzugte Versandmethode und die Sprache, in der du den Brief verschicken möchtest, aus.

Bitte abschicken bis: 04.01.2019

Appell an:

M. Alexis Tambwe Mwamba

Ministère de la Justice

228 Avenue de Lemera

BP 3137 Kinshasa-Gombe

DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

Sende eine Kopie an:

Generalstaatsanwalt
Floribert Kabange Numbi
Procureur General de la Republique

Immeuble INSS
Boulevard du 30 Juin Kinshasa-Gombe
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

E-Mail: florykan@yahoo.fr
(Anrede: Attorney General / Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt)

 

Botschaft der Demokratischen Republik Kongo
S.E. Herrn Tshoha Letamba
Ulmenallee 42a

14050 Berlin
Fax: 030-30 11 12 97
E-Mail: ambardc_berlin@yahoo.de

 

Amnesty fordert:

  • Bitte sorgen Sie dafür, dass Christian Lumu Lukusa umgehend und bedingungslos freigelassen wird.
  • Bitte stellen Sie sicher, dass er bis zu seiner Freilassung regelmäßigen Zugang zu seiner Familie, einem Rechtsbeistand seiner Wahl sowie die von ihm benötigte medizinische Behandlung erhält.
  • Sorgen Sie bitte dafür, dass Christian Lumu Lukusa in Haft weder gefoltert noch anderweitig misshandelt wird.

Sachlage

Christian Lumu Lukusa war auf dem Weg zur Schule, als er am 22. November 2017 gegen Mittag im Geschäftszentrum des Stadtteils Limete in Kinshasa von Männern festgenommen wurde, die aller Wahrscheinlichkeit nach dem kongolesischen Geheimdienst ANR (Agence Nationale de Renseignements) angehören. Seither kann seine Familie nur eingeschränkt Kontakt zu ihm aufnehmen und ihn besuchen. Der Zugang zu einem Rechtsbeistand wird ihm bislang verwehrt und er wurde auch noch nicht vor Gericht gestellt. Amnesty International ist besorgt um seinen Gesundheitszustand, da er bereits vor seiner Inhaftierung an einer Rippenfellentzündung litt, die sich aufgrund der schlechten Haftbedingungen seither verschlimmert hat. Der Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung wird ihm bislang verwehrt.

Christian Lumu Lukusa ist ein führendes Mitglied der Jugendorganisation der Union pour la Democratie et le Progres Social (UDPS), der größten Oppositionspartei in der DR Kongo.

Amnesty International hat bereits mehrere Fälle von rechtswidriger Einschränkung des zivilgesellschaftlichen Handlungsspielraums durch die Behörden der DR Kongo dokumentiert, dazu zählen willkürliche Festnahmen und Inhaftierungen, Misshandlungen und Angriffe gegen Menschenrechtsverteidiger_innen, politische Oppositionelle und Aktivist_innen, die sich für die Demokratie einsetzen.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Der Geheimdienst ANR wird von der kongolesischen Regierung dazu eingesetzt, Oppositionelle, Journalist_innen, Aktivist_innen und Menschenrechtsverteidiger_innen einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen. Der ANR dient als Überwachungsapparat, um Oppositionelle, Jugendaktivist_innen und Menschenrechtsverteidiger_innen auszuspionieren. In der Regel sind Angehörige des ANR bei Protestveranstaltungen neben Polizei und Militär ebenfalls anwesend. Diese Proteste sind meist durch Menschenrechtsverletzungen wie z. B. exzessive Gewaltanwendung gekennzeichnet.

Am 30. Dezember 2017 wurden die Aktivist_innen Grâce Tshiunza, Mino Bopomi, Cedric Kalonji, Palmer Kabeya und Carbone Beni festgenommen, als sie in der Öffentlichkeit friedliche Demonstrationen bewarben. Mit diesen sollte die Regierung dazu aufgefordert werden, ein Abkommen vom 31. Dezember 2016 vollständig umzusetzen und damit „offene, friedliche und faire Wahlen“ zu gewährleisten. Zwei Tage später wurden sie dem ANR übergeben, von ihm an einen unbekannten Ort in Gewahrsam gebracht und vier Monate lang ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten. Die fünf Filimbi-Aktivist_innen sollen während der Haft ohne Kontakt zur Außenwelt gefoltert worden sein. Zudem wurde ihnen der Zugang zur Gesundheitsversorgung und medizinischer Behandlung verweigert. Alle Aktivist_innen außer Palmer Kabeya wurden am 24. September 2018 wegen „Präsidentenbeleidigung“, „Veröffentlichung subversiver Schriften“ sowie „zivilen Ungehorsams“ für schuldig befunden und zu einer zwölfmonatigen Haftstrafe verurteilt.