Iran: Zeynab Jalalian (Oktober 2026)

Porträtfoto von Zeynab Jalalian, die ihr Kinn auf ihre rechte geschlossene Hand stützt und ernst in die Kamera blickt.

Brief gegen das Vergessen (Oktober 2026)

Zeynab Jalalian gehört der kurdischen Minderheit im Iran an und verbüßt eine lebenslange Haftstrafe. Sie wurde im März 2008 wegen ihres Einsatzes für die kurdische Selbstverwaltung und ihrer Aktivitäten beim politischen Flügel der oppositionellen Gruppe Partiya Jiyana Azad a Kurdistanê (PJAK) festgenommen. Zeynab Jalalian wurde acht Monate lang in Einzelhaft gehalten und hatte keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand. Ihren Angaben zufolge wurde sie von Angehörigen des Geheimdienstes gefoltert und anderweitig misshandelt, um ein "Geständnis" von ihr zu erpressen. Die Folter und Misshandlungen halten an. Trotz massiver gesundheitlicher Probleme verweigern ihr die Behörden außerdem den Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung. Als weiteres Druckmittel streichen ihr die Behörden die Familienbesuche.

Zeynab Jalalian wurde 2020 aus dem Gefängnis von Choy in der Provinz West-Aserbaidschan in das Zentralgefängnis von Yazd verlegt – 1.400 Kilometer von ihrem Heimatort Maku entfernt. In den folgenden vier Jahren konnten sie ihre Angehörigen nur ein einziges Mal besuchen.

Anlässlich des vierten Jahrestages der Tötung von Jina Mahsa Amini am 16. September hat Zeynab Jalalian zusammen mit weiteren kurdischen Gefangenen angekündigt, in einen Hungerstreik zu treten.

Bitte schreiben Sie bis 31. Dezember 2026 höflich formulierte Briefe an die Oberste Justizautorität des Iran, in denen Sie darum bitten, dass Zeynab Jalalian umgehend die erforderliche fachärztliche Behandlung erhält. Dringen Sie zudem auf die Umsetzung der Forderung der UN-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen, sie umgehend freizulassen und ihr ein einklagbares Recht auf Entschädigung zu gewähren. Bitten Sie um eine unabhängige und unparteiische Untersuchung der Folter- und Misshandlungsvorwürfe und um ein faires Gerichtsverfahren für die dafür Verantwortlichen.

Schreiben Sie in gutem Persisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Oberste Justizautorität
Gholamhossein Mohseni Ejei
c/o Embassy of Iran to the European Union
Avenue Franklin Roosevelt No. 15
1050 Bruxelles
BELGIEN 
(Anrede: Dear Mr Gholamhossein Mohseni Ejei / Sehr geehrter Herr Ejei)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 1,25 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Islamischen Republik Iran 
S. E. Herrn Majid Nili Ahmadabadi 
Podbielskiallee 67, 14195 Berlin 
Fax: 030 – 84 35 31 33 
E-Mail: info@iranbotschaft.de
(Standardbrief: 0,95 €)

Bitte setzt euch für Zeynab Jalalian ein!

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Dein Appell

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Sehr geehrter Herr Ejei,

Zeynab Jalalian gehört der kurdischen Minderheit im Iran an und verbüßt eine lebenslange Gefängnisstrafe. Sie wurde im März 2008 wegen ihres Einsatzes für die kurdische Selbstverwaltung und ihrer Aktivitäten beim politischen Flügel der oppositionellen Gruppe Partiya Jiyana Azad a Kurdistanê (PJAK) festgenommen. Zeynab Jalalian wurde acht Monate lang in Einzelhaft gehalten und hatte keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand. Ihren Angaben zufolge wurde sie in dieser Zeit von Angehörigen des Geheimdienstes gefoltert und anderweitig misshandelt. 

Die Folter und Misshandlungen halten an. Trotz massiver gesundheitlicher Probleme verweigern ihr die Behörden den Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung. Als weiteres Druckmittel streichen ihr die Behörden die Familienbesuche. Zeynab Jalalian wurde 2020 in das Zentralgefängnis von Yazd verlegt – 1.400 Kilometer von ihrem Heimatort Maku entfernt. In den folgenden vier Jahren konnten sie ihre Angehörigen nur ein einziges Mal besuchen.

Anlässlich des vierten Jahrestages der Tötung von Jina Mahsa Amini am 16. September hat Zeynab Jalalian angekündigt, in einen Hungerstreik zu treten.

Bitte sorgen Sie dafür, dass Zeynab Jalalian umgehend die erforderliche fachärztliche Behandlung erhält. Ich bitte Sie höflich, die Forderung der UN-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen umzusetzen. Bitte lassen Sie Zeynab Jalalian umgehend frei und gewähren Sie ihr ein einklagbares Recht auf Entschädigung. Ich rufe Sie außerdem dazu auf, eine unabhängige und unparteiische Untersuchung der Folter- und Misshandlungsvorwürfe einzuleiten und die dafür Verantwortlichen in einem fairen Verfahren vor Gericht zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Dear Mr Gholamhossein Mohseni Ejei,

Zeynab Jalalian is an Iranian Kurdish woman serving a life sentence. She was arrested in March 2008 for her activities in support of the Kurdish struggle for self-determination and her association with the political wing of the Kurdish opposition group, Party for Free Life of Kurdistan (PJAK). She was held in solitary confinement for eight months, without access to a lawyer. She has said that, during this time, intelligence officials subjected her to torture and other ill-treatment.

She continued to suffer torture and other ill-treatment, and does not have access to adequate medical care despite her serious health issues. In addition, authorities are denying her family visits. In 2020, Zeynab Jalalian was transferred to Yazd Central Prison, which is 1,400 kilometres from her home in Maku. She was only able to see her relatives once in the four years following her transfer.

In light of the fourth anniversary of the killing of Jina Mahsa Amini on 16 September, Zeynab Jalalian has announced her intention to start a hunger strike.

I call on you to immediately provide Zeynab Jalalian with the specialized medical care she needs to receive from outside prison. Please implement the decision of the UN Working Group on Arbitrary Detention promptly, and release her immediately and accord her an enforceable right to compensation. I urge you to order a prompt, independent and impartial investigation into her allegations of torture and other ill-treatment, bringing to justice anyone found responsible in a fair trial.

Yours sincerely,

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Bitte abschicken bis: 31.12.2026

Appell an

Oberste Justizautorität
Gholamhossein Mohseni Ejei
c/o Embassy of Iran to the European Union
Avenue Franklin Roosevelt No. 15
1050 Bruxelles
BELGIEN 

Sende eine Kopie an

Botschaft der Islamischen Republik Iran 
S. E. Herrn Majid Nili Ahmadabadi 
Podbielskiallee 67
14195 Berlin 

Fax: 030 – 84 35 31 33 
E-Mail: info@iranbotschaft.de