Aserbaidschan: Unabhängige Journalist*innen (Januar 2026)

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Das Bild zeigt eine Collage mit Porträtfotos von drei Personen

Die aserbaidschanischen Journalist*innen Sevinj Vagifgyzy, Nargiz Absalamova und Ulvi Hasanli (v.l.)

Brief gegen das Vergessen

Aserbaidschan weist seit seinem Beitritt zum Europarat im Jahr 2001 unter den Mitgliedsstaaten die höchste Zahl an Medienschaffenden auf, die aus politischen Gründen in Haft sind. Insbesondere im Zuge der Weltklimakonferenz (COP29) im November 2024 in Baku wurden zahlreiche Journalist*innen willkürlich festgenommen und inhaftiert. Die haltlosen Anklagepunkte lauten auf "Schmuggel", "Geldwäsche" und "Steuerhinterziehung".

Im Juni 2025 verurteilte ein Gericht in Baku den Korrespondenten von Radio Free Europe, Farid Mehralizade, sowie sechs Journalist*innen des investigativen Nachrichtenportals AbzasMedia zu Haftstrafen zwischen siebeneinhalb und neun Jahren: den Direktor Ulvi Hasanli, seinen Stellvertreter Mahammad Kekelov, die Chefredakteurin Sevinj Vagifgyzy, die Journalistinnen Elnara Gasimova und Nargiz Absalamova sowie den Investigativjournalisten Hafiz Babali. 

Sechs Mitarbeiter*innen des Nachrichtensenders Meydan TV, Khayala Agayeva, Aytaj Ahmadova, Aynur Ganbarova, Natig Javadli, Aysel Umudova und Ramin Deko (Jabrayilzade), sowie der stellvertretende Direktor der Journalistenschule Baku, Ulvi Tahirov, sind seit Dezember 2024 in Untersuchungshaft. Zwei von ihnen sollen gefoltert und misshandelt worden sein, anderen wird die erforderliche medizinische Versorgung verweigert. Ihre Strafverfolgung und Inhaftierung werden weithin als Vergeltungsmaßnahme für Ermittlungen zu Korruption im Umfeld von Präsident Ilham Aliyev angesehen.

Bitte schreiben Sie bis 31. März 2026 höflich formulierte Briefe an den Präsidenten und fordern Sie ihn auf, die unverzügliche Freilassung aller wegen ihrer kritischen Berichterstattung inhaftierter Journalist*innen zu veranlassen. Bitten Sie ihn außerdem um eine wirksame Untersuchung aller Misshandlungsvorwürfe und konstruierter Anschuldigungen. Dringen Sie darauf, dass der Einschränkung der Medienfreiheit und der Unterdrückung von kritischen Stimmen sofort ein Ende gesetzt wird.

Schreiben Sie in gutem Aseri, Englisch, Russisch oder auf Deutsch an:
Staatspräsident
Ilham Aliyev
President of Azerbaijan
19 Istiqlaliyyat Street
Baku AZ1066
ASERBAIDSCHAN
(Anrede: Dear President / Sehr geehrter Herr Präsident)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 1,25 €)                                                                  

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Aserbaidschan 
S.E. Herrn Nasimi Aghayev
Klingelhöferstraße 20 
10785 Berlin
Fax: 030-219 161 52
E-Mail: berlin@mission.mfa.gov.az
(Standardbrief: 0,95 €)

Setzt euch für unabhängige Journalist*innen in Aserbaidschan ein!

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Dein Appell

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Sehr geehrter Herr Präsident,

die anhaltende willkürliche Inhaftierung von zahlreichen Journalist*innen und Medienschaffenden im Zuge der Weltklimakonferenz (COP29) 2024 macht mir große Sorgen.

Im Juni 2025 verurteilte ein Gericht in Baku den Korrespondenten von Radio Free Europe, Farid Mehralizade, sowie sechs Journalist*innen des investigativen Nachrichtenportals AbzasMedia zu Haftstrafen zwischen siebeneinhalb und neun Jahren: den Direktor Ulvi Hasanli, seinen Stellvertreter Mahammad Kekelov, die Chefredakteurin Sevinj Vagifgyzy, die Journalistinnen Elnara Gasimova und Nargiz Absalamova sowie den Investigativjournalisten Hafiz Babali. 

Sechs Mitarbeiter*innen des Nachrichtensenders Meydan TV, Khayala Agayeva, Aytaj Ahmadova, Aynur Ganbarova, Natig Javadli, Aysel Umudova und Ramin Deko (Jabrayilzade), sowie der stellvertretende Direktor der Journalistenschule Baku, Ulvi Tahirov, sind seit Dezember 2024 in Untersuchungshaft. Zwei von ihnen sollen gefoltert und misshandelt worden sein, anderen wird die erforderliche medizinische Versorgung verweigert.

Bitte sorgen Sie dafür, dass alle wegen ihrer kritischen Berichterstattung festgenommenen Medienschaffenden unverzüglich freigelassen werden. Leiten Sie bitte eine wirksame Untersuchung aller Misshandlungsvorwürfe und konstruierter Anschuldigungen ein. Setzen Sie auch der Einschränkung der Medienfreiheit und der Unterdrückung anderer unabhängiger Stimmen in Aserbaidschan ein Ende.

Hochachtungsvoll

Dear President,

I am writing to express my concern about the ongoing arbitrary detention of numerous journalists and media workers in the context of the 2024 UN Climate Change Conference (COP29).

In June 2025, a court in Baku sentenced Radio Free Europe correspondent Farid Mehralizade, and six journalists from the investigative news portal AbzasMedia to prison terms of between seven and a half and nine years: director Ulvi Hasanli, his deputy Mahammad Kekelov, editor-in-chief Sevinj Vagifgyzy, journalists Elnara Gasimova and Nargiz Absalamova, and investigative journalist Hafiz Babali.

Six employees of the news channel Meydan TV, Khayala Agayeva, Aytaj Ahmadova, Aynur Ganbarova, Natig Javadli, Aysel Umudova and Ramin Deko (Jabrayilzade), as well as the deputy director of the Baku School of Journalism, Ulvi Tahirov, have been in pre-trial detention since December 2024. Two of them are said to have been tortured and ill-treated, while others are being denied the necessary medical care.

I urge you to take all necessary steps to ensure an immediate release of all media workers arrested in retaliation for their critical reporting. Also, please initiate an effective investigation into all allegations of abuse and fabricated accusations. Please put an end to the clampdown on media and other independent voices in Azerbaijan.

Sincerely,

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Achtung: Bitte prüfe bei der Deutschen Post ob die Briefzustellung in das Zielland ungehindert möglich ist.

Bitte abschicken bis: 31.03.2026

Appell an

Ilham Aliyev
President of Azerbaijan
19 Istiqlaliyyat Street
Baku AZ1066
ASERBAIDSCHAN

Sende eine Kopie an

Botschaft der Republik Aserbaidschan 
S.E. Herrn Nasimi Aghayev
Klingelhöferstraße 20 
10785 Berlin
Fax: 030-219 161 52
E-Mail: berlin@mission.mfa.gov.az