Polen
Protest für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch vor dem Parlament in der polnischen Hauptstadt Warschau am 23. Juli 2024
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Das Wichtigste in Kürze:
- Die neue Regierung legte 2024 Gesetze vor, um die Rechte von Flüchtlingen und Migrant*innen an der Grenze zu Belarus noch stärker zu beschneiden.
- Reproduktive Rechte, insbesondere der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen und die Entkriminalisierung der Beihilfe zu Schwangerschaftsabbrüchen, waren weiterhin Gegenstand politischer Debatten, gesetzliche Änderungen in diesem Bereich gab es jedoch nicht.
- Lesbische, schwule, bisexuelle, trans und intergeschlechtliche Menschen (LGBTI+) wurden auch 2024 diskriminiert.
- Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellte fest, dass Polen mit dem Einsatz der Spionagesoftware Pegasus gegen das Recht auf Privatsphäre verstoßen hatte.
- Der polnische Oberste Gerichtshof bestätigte den Freispruch von drei Aktivistinnen, denen "Verletzung religiöser Gefühle" vorgeworfen worden war.
- Das Parlament stimmte für einen Gesetzentwurf, in dem Vergewaltigung nach dem Zustimmungsprinzip definiert wurde.
- Ein erheblicher Teil der Bevölkerung lebte in unzulänglichen oder beengten Wohnverhältnissen.
- Die Regierung ergriff keine Maßnahmen, um in nächster Zukunft aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen.
(Weitere ausführliche Informationen findest du im Länderkapitel "Polen" des Amnesty Jahresberichts 2024 | Berichtszeitraum: 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024)
Hier findest du unsere Appell-Aktionen und Informationen zur Lage der Menschenrechte in diesem Land.