Aktuell 31. Oktober 2014

Start von "Triton": Seenotrettung in Gefahr!

Amnesty fordert von EU gemeinsame Verantwortung für die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer
Migranten und Flüchtlinge auf der "Virginio Fasan", die im Zuge der Operation "Mare Nostrum" viele Menschen gerettet hat

Migranten und Flüchtlinge auf der "Virginio Fasan", die im Zuge der Operation "Mare Nostrum" viele Menschen gerettet hat

31. Oktober 2014 – Angesichts des Starts der Operation "Triton" durch die EU-Grenzschutzagentur Frontex am 1. November fordert die Generalsekretärin von Amnesty International, Selmin Çalışkan, eine gemeinsame Verantwortung bei der Seenotrettung im Mittelmeer zu übernehmen.

"Triton wird einer umfassenden Seenotrettung nicht gerecht: Das Einsatzgebiet auf dem Meer für die Rettung von schutzsuchenden Menschen ist viel zu klein. Die finanziellen Mittel reichen hinten und vorne nicht. Das Mandat von Frontex liegt auf der Grenzschutzsicherung und der Verhinderung von irregulärer Migration und nicht darauf, Menschen vor dem Ertrinken zu retten."

Çalışkan fordert daher die Fortsetzung der italienischen Operation "Mare Nostrum": "Mare Nostrum muss solange weitergehen, bis es eine wirksame Alternative gibt, die von allen EU-Staaten in gemeinsamer Verantwortung getragen wird. Ein solcher wichtiger humanitärer Einsatz, der so viele Menschenleben rettet, geht alle EU-Staaten etwas an, denn es sind Flüchtlinge der gesamte EU und nicht allein Italiens."

Die italienische Marine hat mit ihrer Operation "Mare Nostrum" seit gut einem Jahr bislang mehr als 155.000 Menschen aus Seenot gerettet. Sie soll aber nach Willen der italienischen Regierung auslaufen.

Unterzeichnen Sie unsere Online-Petition und fordern Sie einen besseren Schutz für Flüchtlinge!

Hier geht es zur Petition

Weitere Informationen zur Operation "Mare Nostrum" und unserer Delegationsreise nach Lampedusa und Sizilien finden Sie hier

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