Aktuell Syrien 29. Mai 2012

Syrien: UN-Sicherheitsrat muss nach Angriff auf Hula reagieren

Mindestens 108 Menschen wurden bei dem Angriff in der Stadt Hula getötet

Mindestens 108 Menschen wurden bei dem Angriff in der Stadt Hula getötet

28. Mai 2012 - Der UN-Sicherheitsrat muss mehr tun, als den Angriff auf Hula lediglich mit Worten zu verurteilen: Die in Syrien an der Zivilbevölkerung begangenen Verbrechen müssen vom Internationalen Strafgerichtshof (ICC) untersucht werden.

Angesichts der Eskalation der Tötungen sollte der Umfang und das Mandat der UN-Beobachtermission ausgeweitet werden. Die syrische Regierung muss der internationalen unabhängigen Untersuchungskommission des Menschenrechtsrates endlich Zugang ins Land gewähren, um Hinweise auf Menschenrechtsverletzungen aller am Konflikt beteiligten Seiten zu untersuchen.

Nach Informationen von Amnesty International wurden beim Beschuss eines Wohnviertels in der Stadt Hula mit Artillerie und Raketen durch die syrische Armee am 25. Mai 2012 mindestens 108 Personen getötet, darunter 34 Frauen und 50 Kinder. Nach Angaben eines Augenzeugen seien Männer in schwarzen Uniformen – offenbar Angehörige des syrischen Militärgeheimdienstes - in das Wohngebiet von Teldo in der Stadt Houla eingedrungen. Im Zuge bewaffneter Razzien seien Dutzende Zivilpersonen erschossen worden. Amnesty International sind die Namen von mehr als 1300 Menschen bekannt, die seit der Entsendung der UN-Beobachtermission Mitte April zu Tode gekommen sind.

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