Drohende Hinrichtung am 11. November

Am 11. November droht fünf zum Tode verurteilten Männern die Hinrichtung. Alle fünf Männer haben bereits sämtliche Rechtsmittel ausgeschöpft. Die gegen sie verhängten Urteile sind inzwischen auch vom Präsidenten des Jemen ratifiziert worden.

Appell an

STAATSPRÄSIDENT
His Excellency General ´Ali ´Abdullah Saleh
President of the Republic of Yemen
Sana'a
JEMEN
(korrekte Anrede: Your Excellency)
Fax: (00 967) 127 4147

JUSTIZMINISTER
His Excellency Dr Ghazi Shaif al-Aghbari
Minister of Justice
Sana’a
JEMEN
(korrekte Anrede: Your Excellency)
Fax: (00 967) 1222 015

Sende eine Kopie an

MENSCHENRECHTSMINISTER
Her Excellency Houda 'Ali 'Abdullatif al-Baan
Ministry for Human Rights
Sana’a
JEMEN
(korrekte Anrede: Your Excellency)
Fax: (00 967) 1 444 8333

BOTSCHAFT DER REPUBLIK JEMEN
S.E. Herrn Mohammed Lutf Mohammed Al-Eryani
Budapester Str. 37, 10787 Berlin
Fax: 030-8973 0562
E-Mail: botschaft-jemen@freenet.de oder
Info@Botschaft-Jemen.de oder
konsulat@botschaft-jemen.de

BITTE SCHREIBEN SIE IHRE APPELLE MÖGLICHST SOFORT. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch, Französisch oder auf Deutsch.

PLEASE SEND APPEALS TO ARRIVE AS QUICKLY AS POSSIBLE, IN ENGLISH, ARABIC, FRENCH OR YOUR OWN LANGUAGE:

  • Urging the authorities not to execute Yasser Ismail, Basheer Ismail, 'Arif Far’i, Mubarek Ghalib and Murad Ghalib;

  • Urging the president to commute their death sentences, and those of all others facing execution;

  • Acknowledging that the government has a right to bring to justice those responsible for criminal offences, but expressing unconditional opposition to the death penalty;

  • Reminding the authorities that they are bound by international standards for fair trial in capital cases, including the right to seek pardon or commutation of the sentence;

  • Urging the president to establish a moratorium on executions, with a view to completely abolishing the death penalty.

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE

  • Dringen Sie bei den Behörden darauf, dass Yasser Ismail, Basheer Ismail, ´Arif Far’i, Mubarek Ghalib und Murad Ghalib nicht hingerichtet werden.

  • Appellieren Sie an den Staatspräsidenten, die Todesurteile gegen die fünf Männer und alle anderen von der Hinrichtung bedrohten Gefangenen umzuwandeln.

  • Erkennen Sie an, dass die Regierung das Recht hat, Personen die eine Straftat begangen haben, vor Gericht zu stellen, aber machen Sie deutlich, dass Sie die Todesstrafe unter allen Umständen ablehnen.

  • Erinnern Sie die Behörden daran, dass sie an internationale Standards für ein faires Gerichtsverfahren gebunden sind, dazu gehört auch das Recht, ein Gnadengesuch einzureichen oder die Umwandlung des Urteils zu beantragen.

  • Appellieren Sie an den Staatspräsidenten, ein Hinrichtungsmoratorium in Kraft zu setzen mit dem Ziel, die Todesstrafe ganz abzuschaffen.

Sachlage

Yasser Ismail, Basheer Ismail, ´Arif Far'i, Mubarek Ghalib und Murad Ghalib waren im Juli 2006 wegen Mordes an zwei Männern zum Tode verurteilt worden. Sie sind derzeit im Zentralgefängnis der Stadt Ta’iz inhaftiert. Das Berufungsgericht der Stadt hatte im März 2008 die Rechtsmittel der fünf Gefangenen abgewiesen. Der Oberste Gerichtshof bestätigte im Juni 2009 ebenfalls die Todesurteile. Aus jemenitischen Quellen verlautete, der Hinrichtungstermin sei zunächst auf den 31. Oktober festgesetzt, später aber auf den 11. November verschoben worden.

Nach mindestens 13 Hinrichtungen im Jahr 2008 sind im laufenden Jahr bislang mindestens neun Todesurteile vollstreckt worden. In den Gefängnissen des Landes sitzen Hunderte zum Tode verurteilte Menschen ein.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Amnesty International ist seit langem über die Anwendung der Todesstrafe in Jemen besorgt, insbesondere da Todesurteile häufig nach Verfahren verhängt werden, die den internationalen Standards für ein faires Gerichtsverfahren nicht entsprechen.
Amnesty International erkennt das Recht der Regierungen an, Personen, die einer Straftat verdächtigt werden, vor Gericht zu stellen. Die Organisation ist aber grundsätzlich gegen die Todesstrafe, da sie die grausamste, unmenschlichste und erniedrigendste aller Strafen und einen Verstoß gegen das Recht auf Leben darstellt.