Fünf drohende Hinrichtungen

Berichten aus dem Jemen zufolge, droht fünf zum Tode verurteilten Männern in den nächsten Tagen die Hinrichtung. Sie haben ihre Rechtsmittel bereits ausgeschöpft und die Todesurteile gegen sie wurden im Jahr 2009 vom Staatspräsidenten ratifiziert.

Appell an

VIZESTAATSPRÄSIDENT UND AMTIERENDER PRÄSIDENT
His Excellency Abd Rabbu Mansour al-Hadi
Office of The President
Sana’a
JEMEN
(korrekte Anrede: Your Excellency/ Exzellenz)
Fax: (00967) 1 274 147 (bitte mehrfach versuchen)

GENERALSTAATSANWALT
His Excellency Ali Ahmed Nasser al-Awash
Attorney General’s Office
Sana’a
JEMEN
(korrekte Anrede: Your Excellency/ Exzellenz)
Fax: (00967) 1 374 412

Sende eine Kopie an

MENSCHENRECHTSMINISTER
Sana’a
JEMEN
Fax: (00967) 1 419 700 (bitte mehrfach versuchen)
E-Mail: mshr@y.net.ye

BOTSCHAFT DER REPUBLIK JEMEN
S.E. Herrn Mohammed Lutf Mohammed Al-Eryani
Budapester Str. 37
10787 Berlin
Fax: 030-8973 0562
E-Mail: info@botschaft-jemen.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 4. August 2011 keine Appelle mehr zu verschicken.

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich appelliere an Sie, Yasser Ismail, Bashir Ismail, 'Arif Far’i, Mubarak Ghalib und Murad Ghalib nicht hinzurichten.

  • In Ihrer Position als amtierender Präsident bitte ich Sie, Herr Vizepräsident, die Todesurteile gegen die fünf Männer und gegen alle anderen von der Hinrichtung bedrohten Gefangenen umzuwandeln.

  • Ich erinnere Sie daran, dass Sie an internationale Standards für faire Gerichtsverfahren gebunden sind. Dazu gehört auch das Recht, ein Gnadengesuch einzureichen oder die Umwandlung des Urteils zu beantragen.

  • Ich appelliere an Sie, ein Hinrichtungsmoratorium in Kraft zu setzen, mit dem Ziel, die Todesstrafe ganz abzuschaffen.

PLEASE WRITE IMMEDIATELY

  • Urging the authorities not to execute Yasser Ismail, Bashir Ismail, 'Arif Far’i, Mubarak Ghalib and Murad Ghalib.

  • Urging the Vice President, in his position as acting President, to commute their death sentences, and those of all others facing execution.

  • Reminding the authorities that they are bound by international standards for fair trial in capital cases, including the right to seek pardon or commutation of the sentence.

  • Urging the Vice President, in his position as acting President, to establish a moratorium on executions, with a view to completely abolishing the death penalty.

Sachlage

Yasser Ismail, Bashir Ismail, 'Arif Far’i, Mubarak Ghalib und Murad Ghalib wurden im Juli 2006 wegen Mordes an zwei Männern zum Tode verurteilt. Die fünf Männer sind alle miteinander verwandt. Sie befinden sich im Zentralgefängnis der Stadt Ta’iz in Haft. Das Berufungsgericht der Stadt hatte im März 2008 die Rechtsmittel der fünf Gefangenen abgewiesen. Der Oberste Gerichtshof bestätigte im Juni 2009 ebenfalls die Todesurteile. Noch im selben Jahr wurden die Urteile auch vom Staatspräsidenten ratifiziert.

Aus jemenitischen Quellen verlautete, die Hinrichtungstermine der fünf Männer seien auf die kommenden Tage festgesetzt worden. Einem Bericht zufolge könnte die Todesurteile bereits am 25. Juni vollstreckt werden. Amnesty International liegen keine gesicherten Informationen dazu vor, doch da die fünf Männer ihre Rechtsmittel schon im Jahr 2009 ausgeschöpft haben, bestehen große Befürchtungen, dass ihnen unmittelbar die Hinrichtung droht.

[EMPFOHLENE AKTIONEN]

SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich appelliere an Sie, Yasser Ismail, Bashir Ismail, 'Arif Far’i, Mubarak Ghalib und Murad Ghalib nicht hinzurichten.

  • In Ihrer Position als amtierender Präsident bitte ich Sie, Herr Vizepräsident, die Todesurteile gegen die fünf Männer und gegen alle anderen von der Hinrichtung bedrohten Gefangenen umzuwandeln.

  • Ich erinnere Sie daran, dass Sie an internationale Standards für faire Gerichtsverfahren gebunden sind. Dazu gehört auch das Recht, ein Gnadengesuch einzureichen oder die Umwandlung des Urteils zu beantragen.

  • Ich appelliere an Sie, ein Hinrichtungsmoratorium in Kraft zu setzen, mit dem Ziel, die Todesstrafe ganz abzuschaffen.

[APPELLE AN]

VIZESTAATSPRÄSIDENT UND AMTIERENDER PRÄSIDENT
His Excellency Abd Rabbu Mansour al-Hadi
Office of The President
Sana’a
JEMEN
(korrekte Anrede: Your Excellency/ Exzellenz)
Fax: (00967) 1 274 147 (bitte mehrfach versuchen)

GENERALSTAATSANWALT
His Excellency Ali Ahmed Nasser al-Awash
Attorney General’s Office
Sana’a
JEMEN
(korrekte Anrede: Your Excellency/ Exzellenz)
Fax: (00967) 1 374 412

KOPIEN AN
MENSCHENRECHTSMINISTER
Sana’a
JEMEN
Fax: (00967) 1 419 700 (bitte mehrfach versuchen)
E-Mail: mshr@y.net.ye

BOTSCHAFT DER REPUBLIK JEMEN
S.E. Herrn Mohammed Lutf Mohammed Al-Eryani
Budapester Str. 37
10787 Berlin
Fax: 030-8973 0562
E-Mail: info@botschaft-jemen.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 4. August 2011 keine Appelle mehr zu verschicken.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Amnesty International ist seit langem über die Anwendung der Todesstrafe im Jemen besorgt, insbesondere da Todesurteile häufig nach Verfahren verhängt werden, die den internationalen Standards für ein faires Gerichtsverfahren nicht entsprechen.
Im Jahr 2009 wurden mindestens 53 Menschen zum Tode verurteilt und 30 Personen hingerichtet. Im Jahr 2010 stieg die Zahl auf mindestens 53 Vollstreckungen an. Es wird vermutet, dass hunderte Personen derzeit zum Tode verurteilt sind.
Amnesty International erkennt das Recht der Regierungen an, Personen, die einer Straftat verdächtigt werden, vor Gericht zu stellen. Die Organisation ist aber grundsätzlich gegen die Todesstrafe, da sie die grausamste, unmenschlichste und erniedrigendste aller Strafen ist und einen Verstoß gegen das Recht auf Leben darstellt.