Aktivistinnen freigelassen

Die zwei Sprecherinnen der Bewegung für soziale Gerechtigkeit WOZA (Women of Zimbabwe Arise) wurden gegen Kaution freigelassen. Sie müssen am 12. Dezember vor Gericht erscheinen. Beiden Frauen wurde die Freilassung gegen Kaution zunächst verweigert. Sie waren im September festgenommen worden, als sie an einem friedlichen Protestmarsch teilnehmen wollten.

Sachlage

Jenni Williams und Magodonga Mahlangu waren am 21. September zusammen mit zehn weiteren Aktivistinnen festgenommen worden, nachdem die Polizei exzessive Gewalt eingesetzt hatte, um einen geplanten friedlichen Protestmarsch anlässlich des Internationalen Tag des Friedens der UN aufzulösen. Die zehn Aktivistinnen wurden ohne Anklage freigelassen, da die StaatsanwältInnen keine strafrechtlichen Schritte einleiten wollten. Doch Jenni Williams und Magodonga Mahlangu klagte man wegen "Entführung und Diebstahl" an. Der von ihnen gestellte Kautionsantrag wurde abgelehnt und die Behörden hielten sie über einen Zeitraum von 13 Tagen in Untersuchungshaft im Mlondolozi-Gefängnis nahe Bulawayo fest, wo ihnen der Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung verweigert wurde. Beide Frauen erholten sich zu dieser Zeit von einer Operation, der sie sich kurz davor unterzogen hatten.

Am 4. Oktober entschied ein Richter des Obersten Gerichts in Bulawayo, dass Jenni Williams und Magodonga Mahlangu gegen Kaution freigelassen werden sollen, nachdem ihre AnwältInnen Rechtsmittel gegen die Ablehnung des Kautionsantrags eingelegt hatten. Das Gerichtsverfahren wurde auf den 12. Dezember festgesetzt.

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben und sich für Jenni Williams und Magodonga Mahlangu eingesetzt haben. Amnesty International wird das Gerichtsverfahren weiterhin verfolgen.