Brite hingerichtet

Akmal Shaikh wurde am 29. Dezember in einem Gefängnis in Urumqi durch die Injektion eines tödlichen Giftes hingerichtet.

Sachlage

Die Hinrichtung von Akmal Shaikh zeigt erneut die Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit der Todesstrafe. In China gelten die meisten Informationen im Zusammenhang mit der Todesstrafe als Staatsgeheimnis. Amnesty International liegen jedoch zu diesem Fall Informationen vor, die mit Erkenntnissen über vorherige Todesstrafenfälle übereinstimmen. Auch Akmal Shaikh hat nur ein kurzes, nahezu oberflächliches Verfahren erhalten, in dem nicht alle Beweismittel vorgelegt oder untersucht wurden.

Auf der Grundlage internationaler Menschenrechtsstandards, aber auch nach chinesischem Recht, muss die psychische Verfassung und Zurechnungsfähigkeit eines Angeklagten berücksichtigt werden. Dies haben die chinesischen Behörden bei Akmal Shaikh aber offenbar unterlassen.

Vielen Dank allen, die sich an dieser Eilaktion beteiligt und versucht haben, die Hinrichtung zu verhindern.