Haftort bekannt
Ergebnis dieser Urgent Action
Ein syrischer Kurde wird nach seiner Abschiebung aus Deutschland seit mehr als drei Wochen ohne Kontakt zur Außenwelt in Syrien festgehalten. Er ist in großer Gefahr, gefoltert zu werden.
Khaled Kenjo
© privat
Der syrische Kurde Khaled Kenjo befindet sich nach der Abschiebung aus Deutschland nicht mehr in Haft ohne Kontakt zur Außenwelt. Er wird im Gefängnis von Qamishli im Nordosten von Syrien festgehalten. Man wirft ihm die Verbreitung "falscher" Informationen vor.
Sachlage
Khaled Kenjo wurde am 13. September vom syrischen Staatssicherheitsdienst in Qamishli im Nordosten Syriens in Haft genommen. Im Jahr 2002 hatte Khaled Kenjo in Deutschland Asyl beantragt. Sein Asylantrag wurde in allen Instanzen abgelehnt. Am 1. September 2009 schoben ihn die deutschen Behörden nach Syrien ab.
Die Anklage nach Paragraf 287 des syrischen Strafgesetzbuches lautet Verbreitung "falscher" Informationen im Ausland, die dem Ruf des Landes schaden könnten.
Khaled Kenjo konnte bei der Anhörung am 6. Oktober mit einem Rechtsanwalt sprechen.
Soweit Amnesty International beurteilen kann, ist Khaled Kenjo damit nicht länger unmittelbar in Gefahr gefoltert oder in anderer Weise misshandelt zu werden. Wir werden die Entwicklung seines Falles jedoch weiter beobachten.
Weitere Appellschreiben des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich.