SCHUTZ FÜR BRISHNA

Ergebnis dieser Urgent Action

Nachdem der Mann, der die zehnjährige Brishna aus der afghanischen Provinz Kunduz vergewaltigt hatte, am 25. Oktober schuldig gesprochen wurde, haben die Behörden nun zugesagt, den Schutz des Mädchens sicherzustellen. Brishna wird derzeit medizinisch und psychologisch betreut.

Frauenrechtlerinnen in Afghanistan

Frauenrechtlerinnen in Afghanistan

Nachdem der Mann, der die zehnjährige Brishna aus der afghanischen Provinz Kunduz vergewaltigt hatte, am 25. Oktober schuldig gesprochen wurde, haben die Behörden nun zugesagt, den Schutz des Mädchens sicherzustellen. Brishna wird derzeit medizinisch und psychologisch betreut.

Sachlage

Das Büro des Staatspräsidenten von Afghanistan hat sich mit Delegierten von Amnesty International vor Ort in Verbindung gesetzt, um sie darüber zu informieren, dass die Regierung den Fall von Brishna genau beobachte und den Schutz des zehnjährigen Mädchens sicherstellen werde. Die Regierung hat bestätigt, dass sie tausende Appellschreiben von Aktivist_innen aus der ganzen Welt erhalten hat, die sie zum Handeln im Fall von Brishna aufforderten.

Brishna war im Mai 2014 von einem örtlichen Mullah vergewaltigt worden. Anschließend hatte ihr der "Ehrenmord" durch Angehörige ihrer eigenen Familie und ihrer Gemeinde gedroht. Vergewaltigungsopfern in Afghanistan droht der sogenannte "Ehrenmord", da man ihnen vorwirft "Schande" über ihre Familie und die Gemeinde gebracht zu haben. Sie werden somit eher als Verantwortliche und nicht als die Opfer betrachtet. Die Frauenrechtsorganisation Women for Afghan Women hatte dafür gesorgt, dass Brishna nach der Tat medizinisch behandelt wurde und stellte ihren Schutz sicher, bis sie wieder zu ihrer Familie gebracht wurde.

Women for Afghan Women, die Behörden und andere Organisationen in Afghanistan beobachteten den Fall von Brishna weiter genau. Am 25. Oktober wurde der Mullah, der sie vergewaltigt hatte, wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt. Männliche Verwandte des Mädchens gaben schriftliche Garantien ab, dass sie Brishna nichts antun würden. Bei einer Zuwiderhandlung drohen ihnen strafrechtliche Sanktionen.

Amnesty International wird den Fall von Brishna weiter verfolgen und falls erforderlich weitere Aktionen einleiten.

Derzeit sind keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzwerks erforderlich. Vielen Dank an alle, die Appelle geschrieben haben.