Brüdern droht unmittelbar die Hinrichtung
Berichten zufolge sind die beiden Brüder Jaber Shahbah al-Ja’id und Sa’ud Jaber Shahbah al-Ja’id in unmittelbarer Gefahr hingerichtet zu werden.
Appell an
KÖNIG
His Majesty
King 'Abdullah Bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud
The Custodian of the two Holy Mosques
Office of His Majesty the King
Royal Court
Riyadh
SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Your Majesty / Majestät)
Fax: (00 966) 1 403 3125 (über das Innenministerium, bitte mehrmals versuchen)
INNENMINISTER
His Royal Highness
Prince Naif bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud
Ministry of the Interior
P.O. Box 2933, Airport Road,
Riyadh 11134, SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Your Royal Highness / Königliche Hoheit)
Fax: (00 966) 1 403 3125
Sende eine Kopie an
VORSITZENDER DES MENSCHENRECHTSAUSSCHUSSES
Bandar Mohammed 'Abdullah al-Aiban
Human Rights Commission
P.O. Box 58889, King Fahad Road
Building No. 373, Riyadh 11515
SAUDI-ARABIEN
E-Mail: hrc@haq-ksa.org
BOTSCHAFT DES KÖNIGREICHS SAUDI-ARABIEN
S.E. Herrn Prof. Dr. med Ossama Abdulmajed Ali Shobokshi
Tiergartenstr. 33-34
10785 Berlin
Fax: 030-8892 5179 oder 030-8892 5176
E-Mail: deemb@mofa.gov.sa
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 7. September 2011 keine Appelle mehr zu verschicken.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Ich möchte Sie nachdrücklich auffordern, die Hinrichtungen von Muhammad Jaber Shahbah al-Ja’id und Sa’ud Jaber Shahbah al-Ja’id zu stoppen.
-
Bitte wandeln Sie diese und alle anderen Todesurteile umgehend in Haftstrafen um und wirken Sie auf die Abschaffung der Todesstrafe hin.
- Ich möchte Sie daran erinnern, dass Sie in Übereinstimmung mit internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren, darunter auch die UN-Garantien zum Schutz der Rechte von Personen, denen die Todesstrafe droht, handeln sollten. Darin wird dargelegt, dass die Todesstrafe ausschließlich in einem fairen Gerichtsverfahren verhängt werden darf. Zu einem solchen Verfahren gehört eine angemessene rechtliche Vertretung für die Angeklagten in allen Phasen des Verfahrens.
PLEASE WRITE IMMEDIATELY
-
Urging the King to halt the execution of Muhammad Jaber Shahbah al-Ja’id and Sa’ud Jaber Shahbah al-Ja’id.
-
Calling on the King to commute the death sentences and those of all others under sentence of death in Saudi Arabia as a matter of urgency, with a view to abolishing the death penalty.
- Reminding the authorities that they should act in accordance with international standards for fair trial, including the UN Safeguards guaranteeing protection of the rights of those facing the death penalty, which state that capital punishment may only be imposed after a fair trial in which the defendant is provided with "adequate legal assistance at all stages of the proceedings".
Sachlage
Die Brüder Muhammad Jaber Shahbah al-Ja’id und Sa’ud Jaber Shahbah al-Ja’id, die beide verheiratet sind und Kinder haben, waren Ende Dezember 1998 von einem Gericht in Mekka wegen des Mordes an einem saudischen Mann zum Tode verurteilt worden. Ihre Todesurteile wurden Ende April 2011 vom König bestätigt, und Amnesty International gab eine Urgent Action heraus, in der der König aufgefordert wurde, die drohenden Hinrichtungen zu stoppen. Inzwischen liegen Amnesty International Berichte aus Saudi Arabien vor, denen zufolge die Hinrichtungen jederzeit stattfinden können. Somit sind nun weitere Appelle erforderlich, um die Vollstreckung der Todesurteile zu verhindern.
Die Todesurteile wurden nach offenbar unfairen Gerichtsverfahren verhängt. Während des Prozesses hatten die Brüder laut ihren Rechtsbeiständen keinen Zugang zu ihnen. Sie durften den beiden erst nach der Urteilsverkündung zur Seite stehen. Des Weiteren wurde Sa’ud Jaber Shahbah al-Ja’id allem Anschein nach genötigt, den Mord zu gestehen, indem die Behörden seinen betagten Vater festnahmen, um ihn unter Druck zu setzen.
Die Brüder sind seit 14 Jahren im Gefängnis in Ta’if und warten darauf, dass die Kinder des getöteten Mannes das Erwachsenenalter erreichen. Nach saudischem Recht können die Verwandten des Opfers nach Erlangen der Volljährigkeit die Hinrichtung verlangen, diya (Entschädigung) fordern oder die Verurteilten begnadigen. 2009 waren alle Kinder volljährig und teilten dem Gericht dem Vernehmen nach mit, dass sie sich für die Hinrichtung der Verurteilten entschieden hätten.
[EMPFOHLENE AKTIONEN]
SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Ich möchte Sie nachdrücklich auffordern, die Hinrichtungen von Muhammad Jaber Shahbah al-Ja’id und Sa’ud Jaber Shahbah al-Ja’id zu stoppen.
-
Bitte wandeln Sie diese und alle anderen Todesurteile umgehend in Haftstrafen um und wirken Sie auf die Abschaffung der Todesstrafe hin.
- Ich möchte Sie daran erinnern, dass Sie in Übereinstimmung mit internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren, darunter auch die UN-Garantien zum Schutz der Rechte von Personen, denen die Todesstrafe droht, handeln sollten. Darin wird dargelegt, dass die Todesstrafe ausschließlich in einem fairen Gerichtsverfahren verhängt werden darf. Zu einem solchen Verfahren gehört eine angemessene rechtliche Vertretung für die Angeklagten in allen Phasen des Verfahrens.
[APPELLE AN]
KÖNIG
His Majesty
King 'Abdullah Bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud
The Custodian of the two Holy Mosques
Office of His Majesty the King
Royal Court
Riyadh
SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Your Majesty / Majestät)
Fax: (00 966) 1 403 3125 (über das Innenministerium, bitte mehrmals versuchen)
INNENMINISTER
His Royal Highness
Prince Naif bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud
Ministry of the Interior
P.O. Box 2933, Airport Road,
Riyadh 11134, SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Your Royal Highness / Königliche Hoheit)
Fax: (00 966) 1 403 3125
KOPIEN AN
VORSITZENDER DES MENSCHENRECHTSAUSSCHUSSES
Bandar Mohammed 'Abdullah al-Aiban
Human Rights Commission
P.O. Box 58889, King Fahad Road
Building No. 373, Riyadh 11515
SAUDI-ARABIEN
E-Mail: hrc@haq-ksa.org
BOTSCHAFT DES KÖNIGREICHS SAUDI-ARABIEN
S.E. Herrn Prof. Dr. med Ossama Abdulmajed Ali Shobokshi
Tiergartenstr. 33-34
10785 Berlin
Fax: 030-8892 5179 oder 030-8892 5176
E-Mail: deemb@mofa.gov.sa
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 7. September 2011 keine Appelle mehr zu verschicken.
Hintergrundinformation
Trotz eines Rückgangs der Hinrichtungen in Saudi-Arabien in den vergangenen Jahren ist mit 15 Exekutionen allein im Mai 2011 ein deutlicher Anstieg an Vollstreckungen zu verzeichnen. Bislang sind im laufenden Jahr 34 Menschen hingerichtet worden, ebenso viele wie im gesamten Jahr 2010. Amnesty International ist daher mit Blick auf die über 100 Gefangenen im Todestrakt in Saudi-Arabien in großer Sorge.
2007 ließen die saudi-arabischen Behörden mindestens 158 Menschen hinrichten, 2008 waren es 102. Im Jahr 2009 wurden 69 Todesurteile vollstreckt.
Saudi-Arabien verhängt die Todesstrafe bei einer großen Bandbreite von Verbrechen. Die Prozesse entsprechen nicht den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren. Die Beschuldigten haben nur selten Zugang zu einem Rechtsbeistand und werden in vielen Fällen nicht über den Stand ihres Verfahrens informiert. Sie können allein aufgrund von unter Zwang oder Täuschung erwirkten "Geständnissen" zum Tode verurteilt werden.
In einem 2008 veröffentlichten Bericht über die Anwendung der Todesstrafe in Saudi-Arabien thematisierte Amnesty International die häufige Anwendung der Todesstrafe und auch die überproportional hohe Zahl von Hinrichtungen ausländischer Staatsangehöriger aus sogenannten Entwicklungsländern. Für nähere Informationen siehe: Saudi Arabia: Affront to Justice: Death Penalty in Saudi Arabia, 14. Oktober 2008, http://www.amnesty.org/en/news-and-updates/report/saudi-arabia-executions-target-foreign-nationals-20081014.