Saudi-Arabien
Amnesty-Protest gegen die Todesstrafe vor der Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien in Den Haag in den Niederlanden (8. April 2025)
© Pierre Crom
Überblick: Menschenrechtslage in Saudi-Arabien
- Im Jahr 2025 wurden in Saudi-Arabien so viele Hinrichtungen dokumentiert wie nie zuvor. Sie erfolgten für eine Vielzahl von Straftaten, darunter auch für Drogendelikte, an denen häufig ausländische Staatsangehörige beteiligt waren.
- Mindestens zwei Männer wurden für Straftaten hingerichtet, bei deren mutmaßlicher Begehung sie noch minderjährig waren.
- Zahlreiche Personen, die wegen der Ausübung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung festgenommen worden waren, kamen frei, doch schränkten die Behörden die Rechte auf Meinungs- und Vereinigungsfreiheit auch weiterhin stark ein.
- Regierungskritiker*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen waren mit langen Haftstrafen, grob unfairen Gerichtsverfahren und willkürlichen Reiseverboten konfrontiert.
- Auch viele freigelassene Gefangene unterlagen langjährigen Reiseverboten. Arbeitsmigrant*innen, darunter auch Hausangestellte, unterlagen weiterhin dem Sponsorensystem (Kafala) und waren nach wie vor Misshandlungen, Ausbeutung und Massenabschiebungen ausgesetzt.
- Frauen und Mädchen wurden auch 2025 durch Gesetze und im täglichen Leben diskriminiert. Saudi-Arabien ergriff keine angemessenen Maßnahmen zur Erfüllung des Rechts auf eine gesunde Umwelt.