Begnadigung fordern!

Todestrakt in Illinois

Todestrakt in Illinois

Der Begnadigungsausschuss des Bundesstaates Ohio hat das Gnadengesuch von Kevin Keith abgelehnt. Die Hinrichtung des 46-jährigen Afroamerikaners ist für den 15. September 2010 anberaumt worden. Der wegen dreifachen Mordes zum Tod verurteilte Mann bestreitet seine Beteiligung an dem Verbrechen. Nun kann ihn nur noch der Gouverneur von Ohio begnadigen.

Appell an

GOUVERNEUR VON OHIO
Governor Ted Strickland
Governor's Office, Riffe Center, 30th Floor
77 South High Street
Columbus, OH 43215-6108
USA
(korrekte Anrede: Dear Governor)
Fax: (001) 614 466 9354

Sende eine Kopie an

BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA
S.E. Herrn Philip D. Murphy
Pariser Platz 2
10117 Berlin
Fax: 030-83 05 10 50
E-Mail: über http://germany.usembassy.de/email/feedback.htm

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle sofort, so dass sie noch vor dem 15. September 2010 eintreffen. Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch.

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich möchte darauf hinweisen, dass Kevin Keiths Schuld ernsthaft in Zweifel gezogen wird.

  • Ich möchte Sie an die Unzuverlässigkeit von Augenzeug_innen erinnern, die in diesem Fall großes Gewicht haben.

  • Ich appelliere an Sie, Herr Gouverneur, keine so endgültige Bestrafung zuzulassen und daher das Todesurteil gegen Kevin Keith umzuwandeln.

PLEASE WRITE IMMEDIATELY

  • Noting the serious doubts that have been raised about Kevin Keith’s guilt;

  • Noting the fallibility of eyewitness identification, central to the prosecution’s case here;

  • Calling on the Governor not to allow this irreversible penalty to be carried out and to commute Kevin Keith’s death sentence.

Sachlage

Am 19. August gab der Begnadigungsausschuss von Ohio seine ohne Gegenstimmen getroffene Entscheidung bekannt, den Antrag von Kevin Keith auf Umwandlung seines Todesurteils abzulehnen. Bei Fällen, in denen der Gefangene seine Unschuld beteuert, meint der Ausschuss : "Wir sind der Auffassung, dass sowohl die Erkenntnisse der Geschworenen und des Verfahrens als auch die Ergebnisse späterer Überprüfungen in erheblichem Maße berücksichtigt werden sollen." Der Gouverneur ist an die Empfehlungen des Ausschusses nicht gebunden. Der amtierende Gouverneur Strickland hat erklärt, dass er einige Aspekte des Verfahrens gegen Kevin Keith als "beunruhigend" empfinde.

Kevin Keith war im Mai 1994 schuldig gesprochen worden, drei Monate zuvor Frau Marichell Chatman, deren siebenjährige Tochter Marchae Chatman sowie Linda Chatman, die Tante von Marichell, erschossen zu haben. Die Tat wurde in der Wohnung von Marichell Chatman in Bucyrus im Bundesstaat Ohio begangen. Auf zwei jüngere Cousins von Marichell und ihren Freund Richard Warren wurde ebenfalls geschossen, doch sie überlebten. Die Staatsanwaltschaft stützte sich in ihrer Argumentation im Wesentlichen darauf, dass Richard Warren während seines Krankenhausaufenthalts Kevin Keith als den Täter benannt hatte. Unmittelbar nach dem Verbrechen hatte er allerdings gegenüber vier Personen erklärt, den maskierten Schützen nicht erkannt zu haben. Mehrere US-Sachverständige auf dem Gebiet der Identifizierung von Tatverdächtigen durch Augenzeugen haben darauf hingewiesen, dass hierbei immer wieder Irrtümer auftreten, die maßgeblich zu Fehlurteilen in den USA beitragen. Nach Einschätzung der Sachverständigen war die Identifizierung von Keith durch Richard Warren "von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst", unter anderem durch suggestive Verhörmethoden der Polizei. Obgleich der Begnadigungsausschuss einräumte, dass es von der Polizei "suggestiv" gewesen sei, Richard Warren die Fotos zu zeigen, gelangte er zu dem Schluss: "Aus den Unterlagen ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die Zeugenaussage von Richard Warren und seine rückblickende Wahrnehmung der Ereignisse das Ergebnis suggestiver oder zielorientierter Einflussnahme gewesen sind".

Im Jahr 2009 hatten drei Richter am Berufungsgericht des 6. Gerichtsbezirks mehrheitlich die Möglichkeit der Prüfung bislang nicht vorgebrachten Beweismaterials verneint. Dazu zählten überzeugende Anhaltspunkte, die auf einen anderen Tatverdächtigen als Kevin Keith hindeuteten. Der Richter, der für die Prüfung stimmte, führte in seinem abweichenden Urteil aus: "Jeder an den Fakten orientierte Ermittler muss schwere und begründete Zweifel haben, ob Keith (oder der andere Verdächtige) die Morde begangen hat. Unter diesen Umständen kann Keith eindeutig und überzeugend begründen, dass ein Ermittler, der sich von den Fakten leiten lässt, ihn nicht des dreifachen Mordes für schuldig erachten kann." Mittlerweile haben sich tausende Menschen für Kevin Keith eingesetzt, unter ihnen mehrere ehemalige Richter und Staatsanwälte der einzelnen Bundesstaaten und des Bundes. Dazu zählen Herbert Brown, ehemals Richter am Obersten Gericht von Ohio, sowie Jim Petro, der frühere Generalstaatsanwalt des Bundesstaats. Jim Petro äußerte sich zu dem Vorgang mit den Worten: "Ich bin äußerst bestürzt darüber, dass der Staat Ohio womöglich einen unschuldigen Menschen hinrichten wird".

[EMPFOHLENE AKTIONEN]

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  • Ich möchte darauf hinweisen, dass Kevin Keiths Schuld ernsthaft in Zweifel gezogen wird.

  • Ich möchte Sie an die Unzuverlässigkeit von Augenzeug_innen erinnern, die in diesem Fall großes Gewicht haben.

  • Ich appelliere an Sie, Herr Gouverneur, keine so endgültige Bestrafung zuzulassen und daher das Todesurteil gegen Kevin Keith umzuwandeln.

[APPELLE AN]

GOUVERNEUR VON OHIO
Governor Ted Strickland
Governor's Office, Riffe Center, 30th Floor
77 South High Street
Columbus, OH 43215-6108
USA
(korrekte Anrede: Dear Governor)
Fax: (001) 614 466 9354

KOPIEN AN
BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA
S.E. Herrn Philip D. Murphy
Pariser Platz 2
10117 Berlin
Fax: 030-83 05 10 50
E-Mail: über http://germany.usembassy.de/email/feedback.htm

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle sofort, so dass sie noch vor dem 15. September 2010 eintreffen. Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch.

PLEASE WRITE IMMEDIATELY

  • Noting the serious doubts that have been raised about Kevin Keith’s guilt;

  • Noting the fallibility of eyewitness identification, central to the prosecution’s case here;

  • Calling on the Governor not to allow this irreversible penalty to be carried out and to commute Kevin Keith’s death sentence.