Flüchtlinge freigelassen

Ergebnis dieser Urgent Action

Über 200 eritreische Staatsangehörige, die zuvor in Libyen festgehalten wurden, sind vorläufig nicht in Gefahr, nach Eritrea abgeschoben zu werden, wo ihnen Folter und andere Misshandlungen drohen würden. Bereits am 7. Juli gaben die libyschen Behörden die Freilassung von 400 eritreischen Staatsangehörigen aus libyschen Haftzentren bekannt und die Entscheidung, ihnen eine dreimonatige Aufenthaltserlaubnis zu gewähren. Die Ankündigung der Behörden scheint das Ergebnis von internationalem Druck zu sein, dazu gehört auch die Öffentlichkeitsarbeit von Amnesty International.

Über 200 eritreische Staatsangehörige, die zuvor in Libyen festgehalten wurden, sind vorläufig nicht in Gefahr, nach Eritrea abgeschoben zu werden, wo ihnen Folter und andere Misshandlungen drohen würden. Bereits am 7. Juli gaben die libyschen Behörden die Freilassung von 400 eritreischen Staatsangehörigen aus libyschen Haftzentren bekannt und die Entscheidung, ihnen eine dreimonatige Aufenthaltserlaubnis zu gewähren. Die Ankündigung der Behörden scheint das Ergebnis von internationalem Druck zu sein, dazu gehört auch die Öffentlichkeitsarbeit von Amnesty International.

Sachlage

Nach Informationen, die Amnesty International zugingen, umstellten etwa 100 Militärs und Polizeibeamt_innen in der Nacht des 29. Juni das Haftzentrum in Misratah, in dem etwa 230 eritreische Staatsangehörige festgehalten wurden. Sie trugen offenbar Tränengaspistolen und Waffen. Am 30. Juni um etwa 5 Uhr morgens drangen Militär und Polizei in die Zellen ein und begannen, die Gefangenen mit Stöcken und Peitschen zu traktieren. Mindestens 14 Personen sollen dabei schwer verletzt und am folgenden Tag ins Krankenhaus gebracht worden sein. Am selben Tag wurden über 200 eritreische Gefangene gegen ihren Willen in zwei LKW-Containern in das Haftzentrum al-Birak nach Sabha gebracht. Man hielt sie unter schlechten Haftbedingungen in al-Birak fest und drohte ihnen die Abschiebung nach Eritrea an. Dort hätte ihnen als Strafe für den "Verrat" am eigenen Land oder weil sie sich dem Militärdienst entzogen haben, Folter und andere Misshandlungen gedroht. Ihre Angst wurde noch dadurch verstärkt, dass die libyschen Sicherheitskräfte ihnen während der Schläge gedroht haben, sie entweder zu töten oder abzuschieben.

Es ist nicht klar, was mit den eritreischen Staatsangehörigen passieren wird, wenn die dreimonatige Aufenthaltserlaubnis Anfang Oktober ausläuft. Amnesty International wird ihre Lage weiter beobachten und weitere Aktionen einleiten, falls dies nötig wird
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Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.