Morddrohung
Der Menschenrechtsverteidiger und Anwalt Vidulfo Rosales Sierra hat am 4. Mai im mexikanischen Bundesstaat Guerrero eine anonyme Morddrohung erhalten. Sein Leben und das seiner KollegInnen ist in Gefahr.
Appell an
INNENMINISTER
Dr. Alejandro Poiré Romero
Secretaría de Gobernación
Bucareli 99, 1er. piso, Col. Juárez
Delegación Cuauhtémoc
México D.F., C.P.06600
MEXIKO
(korrekte Anrede: Estimado Sr. Ministro / Dear Minister/ Sehr geehrter Herr Innenminister)
Fax: (00 52) 55 5093 3416
E-Mail: secretario@segob.gob.mx
GOUVERNEUR DES BUNDESTAATES GUERRERO
Lic. Ángel Heladio Aguirre Rivero
Gobernador del Estado de Guerrero
Palacio de Gobierno, Edificio Centro 2do. Piso
Col. Ciudad de los Servicios
C.P. 39074 Chilpancingo
Guerrero
MEXIKO
(korrekte Anrede: Estimado Sr. Gobernador / Dear Governor/ Sehr geehrter Gouverneur)
Fax: (00 52) 747 471 9956
E-Mail: contacto@guerrero.gob.mx
Sende eine Kopie an
MENSCHENRECHTSORGANISATION
Centro de Derechos Humanos de la Montaña "Tlachinollan"
E-Mail: tlachi.internacional2@gmail.com
BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN MEXIKANISCHEN STAATEN
S.E. Herrn Francisco N. González Díaz
Klingelhöferstraße 3
10785 Berlin
Fax: 030-26 93 23-700
E-Mail: mail@mexale.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 4. Juli 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Ich fordere Sie auf, in Absprache mit Vidulfo Rosales Sierra und den übrigen MitarbeiterInnen des Menschenrechtszentrums Tlachinollan unverzüglich wirksame Schutzmaßnahmen für zu ergreifen.
- Ich bitte Sie eindringlich, sofort eine Untersuchung der Morddrohung gegen Vidulfo Rosales Sierra einzuleiten und sicherzustellen, dass die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.
Sachlage
Am 4. Mai hat Vidulfo Rosales Sierra, der Koordinator für Rechtsfragen im Menschenrechtszentrum Tlachinollan (Centro de Derechos Humanos de la Montaña), eine Morddrohung erhalten. Die maschinengeschriebene anonyme Drohung ging bei dem Netzwerk der Menschenrechtsorganisationen in Guerrero (Red Guerrerense de Organismos Civiles de Derechos Humanos) ein, dem auch das Menschenrechtszentrum Tlachinollan angehört.
In der Morddrohung wird auf die Menschenrechtsarbeit von Vidulfo Rosales Sierra Bezug genommen und insbesondere auf seine Arbeit zu Menschenrechtsverletzungen durch die Polizei und Angehörige des Militärs. Am 3. Mai hatten sich Vidulfo Rosales Sierra und seine KollegInnen mit den Strafverfahren der mutmaßlichen Täter der im Januar 2012 durch Sicherheitskräfte getöteten Studenten beschäftigt. Sie hatten verschieden Behörden und die Hochschule der beiden getöteten Studenten besucht. In der Morddrohung wird unter anderem dieser Fall erwähnt. Die mexikanische Regierung ist nach wie vor verpflichtet, die Schutzanordnung des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte umzusetzen, die die Sicherheit von Vidulfo Rosales Sierra und anderen MenschenrechtsverteidigerInnen im Bundesstaat Guerrero gewährleisten soll.
Die Drohung lautete: "Vidulfo, du kleiner Scheißanwalt der Randalierer und Guerilleros. Mach keinen Scheiß, halt den Mund oder wir schicken dich in kleinen Stücken nach Hause. Wir machen keinen Spaß, hör auf Mist zu erzählen oder du stirbst. Hältst du dich für etwas Besonderes? Du kleiner Scheißakademiker, hör auf die Behörden zu verunglimpfen, du stehst schon wegen mehrerer Sachen in unserer Schuld, du mischt dich überall ein: La Parota, die angeblich vergewaltigten Frauen und jetzt diese Randalierer aus Ayotzinapa. Halt den Mund oder fang an, die Blumen für dein Grab zu sammeln, denn wir verfolgen dich, wir wissen was du tust und wohin du gehst. Du wirst sterben, sterben, sterben, hahaha. Mit freundlichen Grüßen, das Gesetz."
[EMPFOHLENE AKTIONEN]
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
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Ich fordere Sie auf, in Absprache mit Vidulfo Rosales Sierra und den übrigen MitarbeiterInnen des Menschenrechtszentrums Tlachinollan unverzüglich wirksame Schutzmaßnahmen für zu ergreifen.
- Ich bitte Sie eindringlich, sofort eine Untersuchung der Morddrohung gegen Vidulfo Rosales Sierra einzuleiten und sicherzustellen, dass die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.
[APPELLE AN]
INNENMINISTER
Dr. Alejandro Poiré Romero
Secretaría de Gobernación
Bucareli 99, 1er. piso, Col. Juárez
Delegación Cuauhtémoc
México D.F., C.P.06600
MEXIKO
(korrekte Anrede: Estimado Sr. Ministro / Dear Minister/ Sehr geehrter Herr Innenminister)
Fax: (00 52) 55 5093 3416
E-Mail: secretario@segob.gob.mx
GOUVERNEUR DES BUNDESTAATES GUERRERO
Lic. Ángel Heladio Aguirre Rivero
Gobernador del Estado de Guerrero
Palacio de Gobierno, Edificio Centro 2do. Piso
Col. Ciudad de los Servicios
C.P. 39074 Chilpancingo
Guerrero
MEXIKO
(korrekte Anrede: Estimado Sr. Gobernador / Dear Governor/ Sehr geehrter Gouverneur)
Fax: (00 52) 747 471 9956
E-Mail: contacto@guerrero.gob.mx
KOPIEN AN
MENSCHENRECHTSORGANISATION
Centro de Derechos Humanos de la Montaña "Tlachinollan"
E-Mail: tlachi.internacional2@gmail.com
BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN MEXIKANISCHEN STAATEN
S.E. Herrn Francisco N. González Díaz
Klingelhöferstraße 3
10785 Berlin
Fax: 030-26 93 23-700
E-Mail: mail@mexale.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 4. Juli 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Hintergrundinformation
Das Menschenrechtszentrum Tlachinollan vertritt mehrere Individuen, die Anklagen wegen Menschenrechtsverletzungen durch Angehörige des Militärs, der Behörden des Bundesstaates Guerrero und der Bundespolizei eingereicht haben. Es vertritt ländliche Gemeinschaften, die sich bei Acapulco im Bundesstaat Guerrero gegen den Bau des Wasserkraftwerks "La Parota" wehren. Tlachinollan vertritt auch Inés Fernández Ortega und Valentina Rosendo Cantú, die beide im Jahr 2002 von Angehörigen des Militärs vergewaltigt wurden. Im Zusammenhang mit den beiden letztgenannten Fällen wies der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte den Bundesstaat Guerrero im April 2009 an, Vidulfo Rosales Sierra, das Team des Menschenrechtszentrums Tlachinollan und andere Organisationen, die gemeinsam mit ihnen Anzeigen gegen Angehörige des Militärs erstattet hatten, zu schützen.
In jüngster Zeit beschäftigt sich das Menschenrechtszentrum Tlachinollan mit dem Fall Ayotzinapa. Es verteidigt die Studierenden, die infolge der Proteste im Bundesstaat Guerrero im Januar 2012 strafverfolgt werden. Darüber hinaus bringt das Zentrum die Anschuldigungen gegen BehördenvertreterInnen zur Anzeige, es wäre während des Zusammenstoßes zwischen studentischen Protestierenden der Hochschule für Lehramt Raul Isidro Burgos und den Sicherheitskräften in Ayotzinapa im Januar 2012 zu außergerichtlichen Hinrichtungen, Folter und willkürlichen Inhaftierungen gekommen.
MenschenrechtsverteidigerInnen in Mexiko sind aufgrund ihrer legitimen Menschenrechtsarbeit häufig Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt. Die Verantwortlichen werden dafür fast nie zur Rechenschaft gezogen. Die Behörden haben sich zwar verstärkt zum Schutz verpflichtet und die Schutzmechanismen für die Sicherheit von MenschenrechtsaktivistInnen und JournalistInnen sind kürzlich erneut verabschiedet worden, dennoch halten die Einschüchterungen und Drohungen an.
Im Original lautete die Morddrohung: "Vidulfo. Abogadito pendejos defensor de vándalos y guerrilleros deja de estar chingando, callate el hocico o te vamos a mandar a tu tierra en pedazos. No estamos jugando no sigas diciendo pendejadas o te va a morir. ¿Crees que eres la gran cosa? Licenciadito de mierda, deja de difamar a las autoridades, ya nos debes varias en todo te metes la parota, las disque mujeres violadas y ahora con los vándalos ayotzinapos callate o vete juntando tus flores por que lla t stamos siguiendo sabemos que aces y donde andas. Te va a mori te vas a morir te vas a morir ja ja ja. Att. La Ley".