Hinrichtung von 'Aisha Ghalib verhindern!

’Aisha Ghalib droht die Hinrichtung. Sie hat alle Rechtsmittel ausgeschöpft und der Staatspräsident hat ihr Todesurteil inzwischen bestätigt. Jemenitische Quellen haben Amnesty International mitgeteilt, dass sie bereits am 19. April 2009 hingerichtet werden könnte.

Appell an

STAATSPRÄSIDENT
His Excellency General ´Ali ´Abdullah Saleh
President of the Republic of Yemen
Sana'a
Jemen
(korrekte Anrede: Your Excellency)
Fax: (00 967) 127 4147

GENERALSTAATSANWALT
His Excellency 'Abdullah al-'Ulufi
Office of Attorney General
Sana’a
JEMEN
(korrekte Anrede: Your Excellency)
Fax: (00 967) 137 4412

MENSCHENRECHTSMINISTER
Her Excellency Houda 'Ali 'Abdullatif al-Baan
Ministry for Human Rights
Sana’a
JEMEN
(korrekte Anrede: Your Excellency)
Fax: (00 967) 1 444 8333

JUSTIZMINISTER
Dr Ghazi Shaif Al-Aghbari
Ministry of Justice
Sana’a
JEMEN
(korrekte Anrede: Your Excellency)
Fax: (00 967) 1 222 015

Sende eine Kopie an

BOTSCHAFT DER REPUBLIK JEMEN
Herrn S.E. Herr Mohammed Lutf Mohammed Al-Eryani
Budapester Str. 37, 10787 Berlin
Fax: 030-8973 0562
E-Mail: botschaft-jemen@freenet.de oder
Info@Botschaft-Jemen.de oder
konsulat@botschaft-jemen.de

BITTE SCHREIBEN SIE IHRE APPELLE MÖGLICHST SOFORT. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch, Französisch oder auf Deutsch.

PLEASE SEND APPEALS TO ARRIVE AS QUICKLY AS POSSIBLE, IN ENGLISH, ARABIC, FRENCH OR YOUR OWN LANGUAGE:

  • urging the authorities not to execute 'Aisha Ghalib;

  • request that the President commutes 'Aisha Ghalib’s death sentence and those of all others who are facing execution;

  • acknowledging that the government has a right to bring to justice those responsible for criminal offences, but expressing unconditional opposition to the death penalty;

  • reminding the authorities that they are bound by international standards for fair trial in capital cases, including the right to seek pardon or commutation of the sentence.

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE, IN DENEN SIE

  • bei den Behörden darauf dringen, dass ’Aisha Ghalib nicht hingerichtet wird;

  • darum bitten, dass der Staatspräsident das Todesurteil gegen ’Aisha Ghalib und alle anderen von der Hinrichtung bedrohten Gefangenen umwandelt;

  • anerkennen, dass die Regierung das Recht hat, Personen die eine Straftat begangen haben, vor Gericht zu stellen, aber deutlich machen, dass Sie die Todesstrafe unter allen Umständen ablehnen;

  • die Behörden daran erinnern, dass sie an internationale Standards für ein faires Gerichtsverfahren gebunden sind, darunter auch das Recht auf Begnadigung oder Umwandlung des Urteils.

Sachlage

’Aisha Ghalib wurde wegen des Mordes an ihrem Ehemann zum Tode verurteilt. Amnesty International liegen keine näheren Details über ihr Gerichtsverfahren vor , nur dass sie im Oktober 2003 von einem Gericht zum Tode verurteilt wurde. Das Urteil wurde vom Berufungsgericht bestätigt, das ihren Fall 2007 hörte. Im Dezember 2008 hielt der Oberste Gerichtshof in Sana’a das Todesurteil aufrecht. Ihre Hinrichtung sollte bereits am 4. April 2009 stattfinden. Sie wurde jedoch um zwei Wochen verschoben, um es ihr zu ermöglichen, bei den Verwandten ihres Ehemanns um eine Begnadigung zu bitten (gemäß Qesas haben die Verwandten eines Opfers die Befugnis, entweder die Hinrichtung zu verlangen oder das Blutgeld Diyeh als Entschädigung zu fordern oder die Täterin bzw. den Täter zu begnadigen). ’Aisha Ghalib ist im Zentralgefängnis in der Hauptstadt Sana’a inhaftiert.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Amnesty International ist seit langem über die Anwendung der Todesstrafe in Jemen besorgt, insbesondere da Todesurteile häufig nach Verfahren verhängt werden, die den internationalen Standards für ein faires Gerichtsverfahren nicht entsprechen.
Amnesty International erkennt das Recht der Regierungen an, Personen, die einer Straftat verdächtigt werden, vor Gericht zu stellen, ist aber grundsätzlich gegen die Todesstrafe, da sie die grausamste, unmenschlichste und erniedrigendste Strafe und einen Verstoß gegen das Recht auf Leben darstellt.

2008 wurden in Jemen mindestens 13 Personen hingerichtet und hunderte Gefangene sitzen derzeit in Todeszellen.