'Aisha Ghalib hingerichtet

’Aisha Ghalib al-Hamzi wurde am 19. April 2009 wegen Mordes an ihrem Ehemann hingerichtet. Ihre sieben Kinder haben es alle abgelehnt, sie zu begnadigen. In Fällen von Qesas (Vergeltung) sind die Verwandten eines Opfers befugt, die Hinrichtung zu verlangen, das Blutgeld Diyeh als Entschädigung zu fordern oder die Täterin ohne Gegenleistung zu begnadigen.

Sachlage

’Aisha Ghalib al-Hamzi wurde im Oktober 2003 wegen Mordes an ihrem Ehemann zum Tode verurteilt. Sie war im Zentralgefängnis der Hauptstadt Sana’a inhaftiert. Das Urteil wurde 2007 vom Berufungsgericht bestätigt. Im Dezember 2008 hielt der Oberste Gerichtshof in Sana’a das Todesurteil aufrecht und auch der Präsident ratifizierte kürzlich das Urteil. Die Hinrichtung sollte ursprünglich am 4. April 2009 vollstreckt werden, wurde aber um zwei Wochen verschoben, um den Angehörigen ihres Mannes die Möglichkeit zu geben, sie zu begnadigen.

Vielen Dank allen, die mit Appellschreiben versucht haben, die Hinrichtung zu verhindern.