Hinrichtung am 8. April verhindern!
Richard Smith soll am 8. April im US-Bundesstaat Oklahoma hingerichtet werden. Er wurde im Jahr 1987 wegen Mordes zum Tode verurteilt und verbringt bereits sein halbes Leben in der Todeszelle. Eine Reihe von Geschworenen des damaligen Gerichtsverfahrens sowie ein Bruder des Opfers haben sich gegen die Hinrichtung ausgesprochen.
Appell an
(bis zum 24. März 2010)
BEGNADIGUNGSAUSSCHUSS VON OKLAHOMA
Oklahoma Pardon and Parole Board, First National Center, 120 N. Robinson Ave., Suite 900W, Oklahoma City, OK 73102
USA
(korrekte Anrede: Dear Board Members)
Fax: (001) 405 602-6437
E-Mail: ronnie.ladd@ppb.state.ok.us
(auch nach dem 24. März 2010)
GOUVERNEUR VON OKLAHOMA
Governor Brad Henry, State Capitol Building, 2300 N. Lincoln Blvd., Room 212, Oklahoma City, OK 73105, USA (korrekte Anrede: Dear Governor)
Fax: (001) 405 521 3353
E-Mail: über: http://www.gov.ok.gov/message.php
Sende eine Kopie an
BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA
S.E. Herrn Philip D. Murphy
Pariser Platz 2, 10117 Berlin
Fax: 030-83 05 10 50
E-Mail: über http://germany.usembassy.de/email/feedback.htm
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort, so dass sie noch vor dem 8. April 2010 eintreffen. Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE
-
Erklären Sie, dass Sie keinesfalls die Absicht haben, mit Ihrem Schreiben die Tötung von John Cederlund zu entschuldigen.
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Zeigen Sie sich besorgt darüber, dass die Geschworenen, die Richard Smith zum Tode verurteilt haben, keine Informationen über seine von Vernachlässigung und Missbrauch geprägte Kindheit hatten, noch von seiner geistigen Behinderung wussten.
- Erinnern Sie, dass sechs der Geschworenen von damals eidesstattliche Erklärungen unterzeichnet haben, in denen sie eine Begnadigung von Richard Smith befürworten.
Fordern Sie mit Nachdruck, die Umwandlung des Todesurteils.
PLEASE WRITE IMMEDIATELY
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Explaining that you are not seeking to excuse the killing of John Cederlund;
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Expressing concern that the jury who sentenced Richard Smith to death had no information about the background of neglect, abuse and mental impairment of the young defendant whose fate was in their hands;
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Noting that six of the trial jurors have signed affidavits indicating their support for clemency;
- Opposing the execution of Richard Smith and calling for his death sentence to be commuted.
Sachlage
Richard Smith wurde des Mordes an John Cederlund schuldig befunden. Dem Beweismaterial nach, das bei seinem Gerichtsverfahren vorgelegt wurde, fuhr der damals 23-jährige Richard Smith in der Nacht vom 21. Juli 1986 gemeinsam mit den beiden Frauen, Pamela Rutledge und Rita Cagle, zu zwei Häusern in Oklahoma City, um sich die Droge Methamphetamin zu besorgen. Nach Mitternacht verließen die drei das zweite Haus zusammen mit John Cederlund, einem bekannten Drogendealer, und fuhren in die ländliche Region Canadian County. Auf der Grundlage der Zeugenaussagen von Pamela Rutledge und Rita Cagle lautete die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen Richard Smith, dass er die Absicht gehabt habe, John Cederlund auszurauben und ihm Drogen und Geld abzunehmen. Nachdem Cederlund beteuert hatte, kein Geld zu haben, habe Smith auf ihn geschossen. Gegen die beiden Frauen wurde zu keinem Zeitpunkt Anklage erhoben.
Vor Beginn des Gerichtsverfahrens unterbreitete die Staatsanwaltschaft Richard Smith das Angebot, gegen ihn eine lebenslange Haftstrafe zu fordern, wenn er ein Schuldgeständnis ablegt. Smith lehnte ab. In seinem Gerichtsverfahren im März 1987 befanden ihn die Geschworenen wegen Mordes für schuldig. In der Phase des Gerichtsverfahrens, in der über das Strafmaß entschieden wurde, präsentierte der Verteidiger kaum Beweise und kein Gutachten eines Sachverständigen, um eine Verhängung der Todesstrafe gegen seinen Mandanten zu verhindern. Die Beweise, die vom Anwalt in dieser Prozessphase vorgelegt worden waren, wurden im Jahr 2005 von einem Bundesbezirksgericht wegen ihrer Unzulänglichkeit und der Nichtbeachtung der menschlichen Hintergründe als "erschütternd" bezeichnet. Die Beweisunterlagen der Verteidigung machten lediglich drei Seiten des Verhandlungsprotokolls aus. Darin war eine Bestätigung seiner Mutter enthalten, dass ihr Sohn sich zehn Jahre zuvor in Kalifornien in psychiatrischer Behandlung befunden hatte. Sie gab jedoch keine Einzelheiten dazu an. Die einzige weitere Zeugin, die von der Verteidigung benannt worden war, war die Schwester von Richard Smith. Sie erschien nur kurz und bat die Jury, ihrem Bruder "eine Chance" zu geben.
Der für das Berufungsverfahren im Jahr 1992 beauftragte Psychologe und ein Neuropharmakologe attestierten, dass Richard Smith im Laufe seiner Kindheit und Jugend systematisch vernachlässigt und misshandelt worden war und in seiner geistigen Entwicklung zurückgeblieben war. Im Jahr 2008 stellte das Berufungsgericht des 10. Bezirks (10th Circuit Court of Appeals) fest, dass der Anwalt seine Suche nach Strafmilderungsgründen "erst sieben bis zehn Tage vor der Strafmaßfestsetzung" begonnen hatte. Es hieß, dass rückwirkend betrachtet wesentlich mehr vor Gericht dargelegt und berücksichtigt hätte werden müssen: der Missbrauch in seiner Kindheit, die Drogenabhängigkeit, psychologische Probleme, eine Gehirnfunktionsstörung und eine Borderline-Persönlichkeitsstörung. Dennoch hielten sowohl das Bundesbezirksgericht als auch das Berufungsgericht des 10. Bezirks das Todesurteil aufrecht.
Weniger als acht Monate nch Abschluss des Verfahrens gegen Richard Smith verabschiedete der US-Bundesstaat Oklahoma ein Gesetz, das eine lebenslange Haftstrafe ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Haftentlassung zur Bewährung vorsieht. Sechs Geschworene des Gerichtverfahrens gegen Richard Smith erklärten, dass sie nicht für die Todesstrafe plädiert hätten, wenn es die Option der lebenslangen Gefängnisstrafe ohne Möglichkeit der vorzeitigen Haftentlassung gegeben hätte. Sie betonten, dass sie einer Umwandlung der Todesstrafe dahingehend zustimmen. Auch ein Bruder des Opfers unterstützt die Begnadigung.
[EMPFOHLENE AKTIONEN]
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE
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Erklären Sie, dass Sie keinesfalls die Absicht haben, mit Ihrem Schreiben die Tötung von John Cederlund zu entschuldigen.
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Zeigen Sie sich besorgt darüber, dass die Geschworenen, die Richard Smith zum Tode verurteilt haben, keine Informationen über seine von Vernachlässigung und Missbrauch geprägte Kindheit hatten, noch von seiner geistigen Behinderung wussten.
- Erinnern Sie, dass sechs der Geschworenen von damals eidesstattliche Erklärungen unterzeichnet haben, in denen sie eine Begnadigung von Richard Smith befürworten.
Fordern Sie mit Nachdruck, die Umwandlung des Todesurteils.
[APPELLE AN]
(bis zum 24. März 2010)
BEGNADIGUNGSAUSSCHUSS VON OKLAHOMA
Oklahoma Pardon and Parole Board, First National Center, 120 N. Robinson Ave., Suite 900W, Oklahoma City, OK 73102
USA
(korrekte Anrede: Dear Board Members)
Fax: (001) 405 602-6437
E-Mail: ronnie.ladd@ppb.state.ok.us
(auch nach dem 24. März 2010)
GOUVERNEUR VON OKLAHOMA
Governor Brad Henry, State Capitol Building, 2300 N. Lincoln Blvd., Room 212, Oklahoma City, OK 73105, USA (korrekte Anrede: Dear Governor)
Fax: (001) 405 521 3353
E-Mail: über: http://www.gov.ok.gov/message.php
KOPIEN AN
BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA
S.E. Herrn Philip D. Murphy
Pariser Platz 2, 10117 Berlin
Fax: 030-83 05 10 50
E-Mail: über http://germany.usembassy.de/email/feedback.htm
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort, so dass sie noch vor dem 8. April 2010 eintreffen. Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch.
PLEASE WRITE IMMEDIATELY
-
Explaining that you are not seeking to excuse the killing of John Cederlund;
-
Expressing concern that the jury who sentenced Richard Smith to death had no information about the background of neglect, abuse and mental impairment of the young defendant whose fate was in their hands;
-
Noting that six of the trial jurors have signed affidavits indicating their support for clemency;
- Opposing the execution of Richard Smith and calling for his death sentence to be commuted.