Göldi wieder frei
Rachid Hamdani und Max Göldi
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Max Göldi wurde am 10. Juni 2010 aus libyscher Haft entlassen und konnte am 13. Juni in die Schweiz zurückkehren.
Sachlage
Max Göldi hatte zuvor eine viermonatige Gefängnisstrafe verbüßt, zu der er im Februar 2010 wegen Verstoßes gegen die Einwanderungsbestimmungen verurteilt worden war. Amnesty International geht davon aus, dass die Inhaftierung und Verurteilung politisch motiviert waren und das Ergebnis einer diplomatischen Krise zwischen Libyen und der Schweiz aufgrund der Festnahme des Sohnes des libyschen Staatschefs im Juli 2008 in der Schweiz darstellt.
Max Göldi war zusammen mit einem weiteren Schweizer Geschäftsmann namens Rachid Hamdani im Juli 2008 von den libyschen Behörden festgenommen worden. Die beiden Männer wurden gegen Kaution freigelassen, durften das Land jedoch nicht verlassen. Im September 2009 wurden sie erneut inhaftiert und über 50 Tage ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten. Im Februar 2010 fand ihr Gerichtsverfahren statt. Sie hielten sich in der Zeit in der Schweizer Botschaft in Tripolis auf. Rachid Hamdani wurde von allen Anklagen wegen Verstoßes gegen die Handelsbestimmungen freigesprochen, und man gestattete ihm am 22. Februar 2010, das Land zu verlassen. Rachid Hamdani hatte am 31. Januar bereits ein Rechtsmittel gegen seine Verurteilung wegen Verstoßes gegen die Einwanderungsbestimmungen gewonnen.
Max Göldis Familie bedankte sich bei Amnesty International für die Unterstützung während seiner Gefangenschaft in Libyen.
Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind zurzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.