Auf dem Lehrplan: Menschenrechte und Musik
DÜSSELDORF, 22.06.2016 – Schulunterricht mal anders: Als Auszeichnung ihres Engagements im Amnesty International Briefmarathon 2015 haben die Schülerinnen und Schüler des Philosophiekurses des Georg-Büchner-Gymnasiums in Düsseldorf einen Workshop mit der Band MIA gewonnen. Mit dabei war auch der syrische Pianist Aeham Ahmad, bekannt durch seine Konzerte in den Trümmern von Damaskus. Am 21. Juni 2016 waren Mieze von Mia und Aeham Ahmad nun am Düsseldorfer Gymnasium zu Gast und gingen mit den Jugendlichen den Fragen nach, was Menschenrechte bedeuten, wie sie den Briefmarathon erlebt haben und was Musik mit Einsatz, Mut und Engagement zu tun hat.
"Wir erleben oft, welche Kraft Musik entwickeln und bedeuten kann. Seit es MIA gibt, gelten wir für viele unserer Fans als Tröster und Mutmacher - viele unserer Songs sind Ausdruck unseres Bedürfnisses nach Offenheit, Toleranz und Großzügigkeit und des Wunsches nach mehr Zusammenhalt auf dieser Welt", so Sängerin Mieze Katz von MIA.
MIA unterstützt Amnesty International seit mehreren Jahren und hat die Schirmherrschaft für den Amnesty Briefmarathon im vergangenen Jahr übernommen.
Der Pianist Aeham Ahmad ist als palästinensischer Flüchtling im syrischen Flüchtlingslager Jarmuk in Damaskus aufgewachsen. Internationale Bekanntheit erlangte er 2014/2015 durch seine öffentlichen Auftritte während des Bürgerkriegs in Syrien. Inzwischen lebt Ahmad als Flüchtling in Deutschland. Seine Frau und ihre zwei gemeinsamen Söhne leben in Damaskus. 2015 erhielt er den Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte.
Ursula Maria Demus, Lehrerin des Philosophie-Kurses, war begeistert von diesem Schultag: "Obwohl die Musiker, insbesondere natürlich Aeham Ahmad, ganz andere Erfahrungen und Zugänge zum Thema haben, ist es gelungen, einen Austausch auf Augenhöhe mit den Jugendlichen zu führen. Das hat uns alle sichtlich bewegt und so eine ganz andere Lernerfahrung zum Thema Menschenrechte ermöglicht."
Der Workshop findet im Rahmen des alljährlichen Amnesty Briefmarathons statt. Bei dieser Aktion hatten sich im Dezember 2015 bundesweit über 250 Schulen beteiligt. Dabei sind von den beteiligten Schulen allein über 50.000 Solidaritätsbriefe geschrieben worden. Unter den beteiligten Schulen wurde als Anerkennung des Engagements der Schulworkshop verlost. Interessierte Lehrende können bei Amnesty International Material und Anregungen zur Umsetzung im Unterricht erhalten.
Hier finden Sie Fotos vom Termin: http://bit.ly/28OAICO
Weiteres Bild-, Text und auch Film-Material zum Thema Menschenrechtsbildung an Schulen sowie zum Amnesty Briefmarathon stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Für Materialwünsche und weitere Fragen erreichen Sie uns am besten unter 0163 4873717.