Pressemitteilung 02. November 2016

Neues BND-Gesetz: ein Freibrief für Massenüberwachung und Menschenrechtsverletzungen

Statement von Amnesty International zum verabschiedeten BND-Gesetz

BERLIN, 21.10.2016 – Das umstrittene Gesetz zur Reform des Bundesnachrichtendienstes ist heute vom Bundestag verabschiedet worden. Dazu äußert sich Lena Rohrbach, Expertin für Digitales bei Amnesty International in Deutschland:

"Amnesty International kritisiert das neue Gesetz. Das neue BND-Gesetz ist ein Freibrief für Massenüberwachung und verletzt die Menschenrechte auf Privatsphäre und Meinungsfreiheit. Die Überwachungsanlässe sind so vage formuliert, dass nahezu alles erlaubt zu sein scheint, und der BND darf künftig 100 Prozent eines Netzes - zum Beispiel des Telekommunikationsnetzes - abhören. Eingriffe in die Menschenrechte müssen immer kleinstmögliche Eingriffe sein. Das neue BND-Gesetz ist der nahezu größtmögliche Eingriff in Meinungsfreiheit und Privatsphäre."

Für Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle.

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