Jemen: Bildungsexperten freilassen!

Days
:
Std
:
Min
Die Grafik zeigt eine Gefängnistür mit Gitterstäben.

Moujib al-Mikhlafi, ein jemenitischer Bildungsexperte und Ausbilder von Lehrkräften, wird seit dem 10. Oktober 2023 von den De-facto-Behörden der Huthi willkürlich in Sana'a, festgehalten. Nach seiner Festnahme war er 21 Tage lang verschwunden und hatte über einen Monat lang keinen Kontakt zur Außenwelt. Er befindet sich in dem von den Huthi geführten Sicherheits- und Geheimdienstgefängnis in Sana'a. Dort wird er bis heute ohne Anklage festgehalten, und sein Recht auf einen Rechtsbeistand wird ihm verweigert. 

Setzt euch für die Freilassung von Moujib al-Mikhlafi ein!

Bereits bei "Mein Amnesty" registriert? Dann bitte hier anmelden.
Ich habe die Datenschutzhinweise zur Kenntnis genommen.
Meine Profildaten (Vorname, erster Buchstabe des Nachnamens) dürfen bei Aktionsteilnahme angezeigt werden.
Pflichtfelder

Dein Appell

In welcher Sprache möchtet du den Brief verschicken? Bitte auswählen

Sehr geehrter Herr Abdelsalam,

Moujib al-Mikhlafi, ein jemenitischer Bildungsexperte und Ausbilder von Lehrkräften, wird seit dem 10. Oktober 2023 von den De-facto-Behörden der Huthi willkürlich in Sana'a, festgehalten. Nach seiner Festnahme war er 21 Tage lang verschwunden und hatte über einen Monat lang keinen Kontakt zur Außenwelt. Er befindet sich in dem von den Huthi geführten Sicherheits- und Geheimdienstgefängnis in Sana'a. Dort wird er bis heute ohne Anklage festgehalten, und sein Recht auf einen Rechtsbeistand wird ihm verweigert. 

Ich fordere die De-facto-Behörden der Huthi auf, Moujib al-Mikhlafi unverzüglich freizulassen.

Stellen Sie bitte sicher, dass er bis zu seiner Freilassung weder gefoltert noch in anderer Weise misshandelt wird. Gewähren Sie ihm Zugang zu rechtlicher Vertretung, regelmäßigen Familienkontakt und angemessene medizinische Versorgung.

Mit freundlichen Grüßen

Dear Mohamed Abdelsalam,

Moujib al-Mikhlafi, a 49-year-old education expert and trainer on the rights of the child, peace building, dialogue and nonviolent communication, has been arbitrarily detained since 10 October 2023 at the Huthi-run security and intelligence detention centre in Sana’a. He has not been charged to date and has been denied his right to counsel.

According to a family member, Moujib al-Mikhlafi was arrested by Huthi security and intelligence forces on 10 October 2023 as he was on his way to Ibb governorate in Southern Yemen to give an education training to education staff at schools. Security and intelligence forces raided his house on the same day without a warrant and confiscated two mobile phones, two iPad tablets and work-related papers.

Following his arrest, Moujib al-Mikhlafi was subjected to enforced disappearance for 21 days until his family learned from the reports and complaints department at the security and intelligence service that he was held at the security and intelligence detention centre in Sana’a where he remains to date. According to a family member, he was held incommunicado for five weeks following his arrest before he was allowed to call his family on 15 November 2023.

His family’s concerns about his health mounted after they learned, in March of this year, that his health was deteriorating. Moujib al-Mikhlafi suffers from pre-existing health conditions including diabetes and high blood pressure. 

According to Amnesty International’s research, detainees at the Huthi-run security and intelligence detention centres are often held in horrific and punitive conditions and are denied access to adequate healthcare.

We urge the Huthi de facto authorities to immediately release Moujib al-Mikhlafi. Pending his release, the authorities must ensure he is protected from torture and other ill-treatment and that he has access to legal representation, regular family contact, and adequate healthcare.

Yours sincerely,

Du möchtest dein Schreiben lieber per Brief, Fax oder mit deinem eigenen E-Mail-Programm versenden?

Hier kannst du deinen Brief ausdrucken, um ihn per Post oder Fax an die Behörden zu senden, oder ihn direkt über dein eigenes E-Mail-Programm verschicken.

Du hast Probleme beim Ausdrucken des Briefes? Dann klicke bitte hier.

Achtung: Bitte prüfe bei der Deutschen Post ob die Briefzustellung in das Zielland ungehindert möglich ist.

Bitte abschicken bis: 07.07.2024

Appell an

Ansarullah Spokesperson Mohamed Abdelsalam
X: @abdusalamsalah
E-Mail: mdabdalsalam@gmail.com 

+ keine Postadresse vorhanden +

Sende eine Kopie an

+ keine Botschaft +

Amnesty fordert:

  • Ich fordere die De-facto-Behörden der Huthi auf, Moujib al-Mikhlafi unverzüglich freizulassen.
  • Stellen Sie bitte sicher, dass er bis zu seiner Freilassung weder gefoltert noch in anderer Weise misshandelt wird. Gewähren Sie ihm Zugang zu rechtlicher Vertretung, regelmäßigen Familienkontakt und angemessene medizinische Versorgung.

Sachlage

Moujib al-Mikhlafi ist ein 49-jähriger Bildungsexperte und Ausbilder zum Thema Kinderrechte, Friedensförderung, Dialog und gewaltfreie Kommunikation. Er wird seit dem 10. Oktober 2023 willkürlich in dem von den Huthi geführten Sicherheits- und Geheimdienstzentrum in Sanaa festgehalten. Bis heute wurde er nicht angeklagt und ihm wird sein Recht auf einen Rechtsbeistand verweigert. 

Nach Angaben eines Familienmitglieds wurde Moujib al-Mikhlafi am 10. Oktober 2023 von Sicherheits- und Geheimdienstkräften der Huthi festgenommen, als er auf dem Weg in das Gouvernement Ibb im Südjemen war, um eine Schulung für Lehrkräfte an Schulen abzuhalten. Sicherheits- und Geheimdienstkräfte durchsuchten am selben Tag ohne Durchsuchungsbefehl sein Haus und beschlagnahmten zwei Mobiltelefone, zwei iPad-Tablets und Arbeitsunterlagen.

Nach seiner Festnahme war Moujib al-Mikhlafi 21 Tage lang Opfer des Verschwindenlassens, bis seine Familie von der Beschwerdeabteilung des Sicherheits- und Geheimdienstes erfuhr, dass er in ihrem Haftzentrum in Sana'a festgehalten wird. Dort befindet er sich bis heute. Einem Familienmitglied zufolge wurde er nach seiner Festnahme fünf Wochen lang ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten, bevor er am 15. November 2023 seine Familie anrufen durfte.

Die Sorge seiner Familie um seine Gesundheit wuchs, als sie im März dieses Jahres erfuhr, dass sich sein Zustand verschlechterte. Moujib al-Mikhlafi leidet an Vorerkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck.

Nach Recherchen von Amnesty International werden die Gefangenen in den von den Huthi geführten Sicherheits- und Geheimdienstgefängnissen oft unter entsetzlichen Bedingungen festgehalten und haben keinen Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Moujib al-Mikhlafi ist ein Bildungsexperte und Ausbilder, der 24 Jahre lang im Bildungsministerium in Sana'a gearbeitet hat, bis er am 10. Oktober 2023 inhaftiert wurde. Seine Arbeit umfasste Schulungen für Lehrkräfte an Schulen zu den Themen Kinderrechte, Friedensförderung und Konfliktlösung, Dialog und gewaltfreie Kommunikation.

Nach seiner Festnahme reichte seine Familie eine Eingabe beim Vorsitzenden des Obersten Politischen Rates und der Leitung des Sicherheits- und Geheimdienstes ein sowie eine Beschwerde beim Leiter der Rechtsabteilung im Büro des Huthi-Führers Abdul Malik al-Huthi, erhielt jedoch bis heute keine Antwort.

Willkürliche Inhaftierung verstößt gegen die jemenitische Strafprozessordnung und den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, dessen Vertragsstaat der Jemen ist.

Alle Konfliktparteien, die Huthi-de-Facto-Behörden, die international anerkannte jemenitische Regierung und der Südübergangsrat, sind für willkürliche Inhaftierungen, Verschwindenlassen, Schikane, Folter und andere Misshandlungen sowie unfaire Gerichtsverfahren verantwortlich. 

Seit 2015 dokumentiert Amnesty International die Fälle von Dutzenden von Journalist*innen, Menschenrechtsverteidiger*innen, Akademiker*innen, Angehörigen der Minderheit der Baha'i und anderen Personen, die als Oppositionelle oder Kritiker*innen wahrgenommen werden, die von den De-facto-Behörden der bewaffneten Gruppe der Huthi willkürlich festgenommen, gefoltert und anderweitig misshandelt wurden. Auch Fälle von Verschwindenlassen oder Verurteilungen in unfairen Gerichtsverfahren unter Rückgriff auf die Todesstrafe hat die Menschenrechtsorganisation dabei erfasst. Alle wurden wegen ihrer Arbeit als Journalist*innen oder wegen der friedlichen Ausübung ihrer Menschenrechte, darunter die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- sowie Religions und Glaubensfreiheit, angegriffen.