Erfolg Sudan 30. August 2017

Dr. Mudawi Ibrahim Adam ist wieder frei!

Porträtfoto von Dr. Mudawi Ibrahim Adam

Dr. Mudawi Ibrahim Adam

Acht Monate lang war Dr. Mudawi Ibrahim Adam ungerechtfertigt inhaftiert – und das nur, weil er sich im Sudan für die Menschenrechte einsetzt. Nun ist der Menschenrechtsverteidiger aus dem Gefängnis entlassen worden, alle Anklagen gegen ihn wurden fallengelassen.

Sarah Jackson, die stellvertretende Amnesty-International-Direktorin für Ostafrika, sagte dazu: "Was für eine große Erleichterung, dass dieses furchtbare Kapitel endlich beendet ist. Der gewaltlose politische Gefangene ist nun wieder ein freier Mann und zurück bei seiner Familie. Die acht Monate, die Dr. Mudawi Ibrahim Adam im Gefängnis verbracht hat, sind ein schwerer Fehler der Justiz. Seine Freilassung sollte der erste Schritt hin zur Entkriminalisierung der Menschenrechtsarbeit im Sudan sein. Die unablässigen Angriffe der Behörden auf jegliche Form der Kritik, bringt alle in Gefahr, die sich trauen ihre Meinung zu äußern. Das muss ein Ende haben."

Dr. Mudawi Ibrahim Adam wurde am 29. August zusammen mit fünf weiteren Menschenrechtsverteidigern freigelassen. Zu den sechs konstruierten Anklagen, die ihm zur Last gelegt wurden, gehörten "Untergrabung des verfassungsrechtlichen Systems" und "Kriegsführung gegen den Staat". Bei einem Schuldspruch unter diesen beiden Anklagen wäre er zum Tode oder einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Alle Anklagen gegen Dr. Mudawi Ibrahim Adam wurden jedoch fallengelassen.

Weitere Erfolgsmeldungen findest du auf www.amnesty.de/erfolge

Mehr dazu

Aktuell Tschad

Gefahr für Regierungskritiker nimmt massiv zu

Ein neuer Amnesty-Bericht zeigt, wie repressive Gesetze und ein aggressiv vorgehender Geheimdienst Journalistinnen und Journalisten, Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger und Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zum Schweigen bringen sollen.
Aktuell Türkei

İdil Eser: "Ich habe keine Angst"

Salil Shetty, internationaler Generalsekretär von Amnesty International, besuchte İdil Eser, die türkische Amnesty-Direktorin, im Silivri-Gefängnis.
Aktuell Moldau

NGO-Gesetz gefährdet die Vereinigungsfreiheit

Amnesty International betrachtet die Änderungen am NGO-Gesetz als konkreten Versuch, unabhängige zivilgesellschaftliche und regierungskritische Organisationen zu demotivieren, zum Schweigen zu bringen und zu schließen.
Pressemitteilung Iran

Menschenrechtsverteidiger im Iran zunehmend verfolgt und unterdrückt

BERLIN, 01.08.2017 - Überwachung, Diffamierungen, Folter und lange Haftstrafen: Ein neuer Amnesty-Bericht dokumentiert, wie sich die Situation von Menschenrechtsaktivisten im Iran verschlechtert. Seit 2013 gehen die Justizbehörden und der Sicherheitsapparat verstärkt gegen Menschenrechtsverteidiger vor.
Aktuell Iran

Menschenrechtsverteidiger zunehmend verfolgt

Überwachung, Diffamierung, Folter und lange Haftstrafen: Ein Amnesty-Bericht dokumentiert die Situation von Menschenrechtsaktivisten im Iran. Seit 2013 gehen die Justizbehörden und der Sicherheitsapparat verstärkt gegen Menschenrechtsverteidiger vor.
Erfolg

Zwölf Erfolge, die wir gemeinsam erreicht haben

Nur dank eures Einsatzes, eurer Entschlossenheit und eurer stetigen Unterstützung kann Amnesty International das Leben von Menschen und Gemeinschaften weltweit zum Positiven verändern. Hier findet ihr eine Auswahl von Erfolgen, die wir dank eurer Hilfe in den vergangenen Monaten erreichen konnten.