Äquatorialguinea: Abgeschobene Männer sind frei
Diese Urgent Action ist beendet.
Am 8. Oktober wurden Ahmed Soliman und Samson Birhane freigelassen. Sie waren am 11. September in Äquatorialguinea festgenommen worden. Danach wurden sie rechtswidrig auf einer Polizeiwache in Malabo festgehalten. Jetzt befinden sie sich in einem Hotel in Malabo. Die beiden Männer waren Anfang 2026 aus den USA abgeschoben worden.
© Amnesty International
Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben!
Sachlage
Der Ägypter Ahmed Soliman und der Eritreer Samson Birhane wurden im April bzw. Juni 2026 zusammen mit vielen weiteren Personen rechtswidrig aus den USA nach Äquatorialguinea abgeschoben. Ahmed Soliman und Samson Birhane wurden von der US-Einwanderungsbehörde ICE nach Äquatorialguinea ausgeflogen. Dort wurden sie willkürlich im Hotel Bamy in der Stadt Malabo festgehalten. Die beiden Männer berichteten öffentlich darüber, wie schlecht sie dort behandelt wurden. Daraufhin nahm man sie rechtswidrig fest und brachte sie auf eine Gendarmeriestation in Malabo, die als "La Luna" bekannt ist.
Die beiden Männer wurden ohne Anklage unter unmenschlichen Bedingungen in einer überfüllten Polizeizelle festgehalten und durften nicht mit ihren Rechtsbeiständen sprechen.
Am 8. Oktober ließen die Behörden Ahmed Soliman und Samson Birhane endlich frei und brachten sie zusammen mit anderen aus den USA abgeschobenen Personen erneut ins Hotel Bamy. Zwar besteht nach wie vor Sorge um ihre Sicherheit, doch ihre Freilassung ist ein wichtiger Schritt nach vorne.
Am 10. Oktober ordnete ein Gericht in den USA an, dass die US-Behörden die Freilassung von Ahmed Soliman aus der Haft in Äquatorialguinea erwirken und seine Rückkehr in die USA ermöglichen müssen. Die Anordnung ist bisher noch nicht vollständig umgesetzt worden.
Im September 2026 startete Amnesty International eine Urgent Action für die beiden Männer, die in den Medien große Beachtung fand. Amnesty-Aktivist*innen verschickten Appelle, die dazu beitrugen, Druck auf die Behörden Äquatorialguineas auszuüben, um die beiden Männer freizulassen.
Diese Urgent Action ist beendet. Es sind keine weiteren Protestbriefe nötig. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben!