Marokko – Mohamed Lamine Haddi (April 2022)

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Close-Up von Stäben einer Gefängniszelle. Im Vordergrund befinden sich zwei gelbe Balken übereinander mit der Aufschrift "Haftbedingungen verbessern!". Darüber ist ein Pictogram eines Megaphons auf einem gelben Quadrat.

Brief gegen das Vergessen

Im Jahr 2013 verurteilte ein Militärgericht den sahrauischen Aktivisten Mohamed Lamine Haddi zu 25 Jahren Haft. Das Urteil erging nach einem unfairen Massenverfahren gegen insgesamt 20 Angeklagte in Zusammenhang mit dem Protestcamp "Gdeim Izik". Es war 2010 mit dem Ziel gegründet worden, gegen die soziale und wirtschaftliche Benachteiligung der Sahrauis zu protestieren. Nach der Auflösung des Camps durch die marokkanischen Behörden kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen.

Grundlage des Urteils gegen Mohamed Lamine Haddi waren "Geständnisse" des Angeklagten, die unter Folter erzwungen worden waren. Ein ziviles Gericht bestätigte das Urteil im Jahr 2017 und berief sich dabei erneut auf die erzwungenen Aussagen. Seit September 2017 befindet sich der Aktivist im Gefängnis Tiflet II in Rabat in einer etwa fünf Quadratmeter großen Zelle in Einzelhaft, ohne Kontakt zu anderen Häftlingen. Sein Gesundheitszustand hat sich nach einem Hungerstreik Anfang 2021 drastisch verschlechtert. Die Behörden verweigern ihm medizinische Versorgung, Medikamente sowie Besuche seines Rechtsbeistands und seiner Familie.

Bitte schreiben Sie bis zum 31. Mai 2022 höflich formulierte Twitternachrichten und Briefe an den marokkanischen Premierminister und fordern Sie ihn auf, die Einzelhaft von Mohamed Lamine Haddi und anderen "Gdeim-Izik"- Gefangenen umgehend zu beenden. Bitten Sie ihn außerdem, dafür zu sorgen, dass ihre Haftbedingungen internationale Standards erfüllen und Mohamed Lamine Haddi sofort Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung erhält. Dringen Sie darauf, dass sein Fall und der der übrigen "Gdeim-Izik"-Gefangenen in einem neuen fairen Verfahren gemäß internationaler Standards neu aufgerollt wird.

Schreiben Sie in gutem Arabisch, Französisch, Englisch oder auf Deutsch an:

Head of Government of the Kingdom of Morocco
HE Aziz Akhannouch
Palais Royal - Touarga
Rabat
MAROKKO
Fax: 00 212 – 5377 71010
Twitter: @ChefGov_ma
Facebook: https://www.facebook.com/cg.gov.ma/

(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 1,10 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:

Botschaft des Königreichs Marokko
I. E. Frau Zohour Alaoui
Niederwallstraße 39, 10117 Berlin
Fax: 030 – 20 612 420
E-Mail:
kontakt@botschaft-marokko.de
(Standardbrief: 0,85 €)

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Exzellenz,

der sahrauische Aktivist Mohamed Lamine Haddi ist einer von 20 Angeklagten, die im Jahr 2013 im Rahmen des unfairen "Gdeim Izik"-Massenverfahrens von einem Militärgericht zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt wurden. Grundlage des Urteils waren "Geständnisse" der Angeklagten, die unter Folter erzwungen worden waren. Seit September 2017 befindet sich Mohamed Lamine Haddi im Gefängnis Tiflet II in Rabat in einer nur etwa fünf Quadratmeter großen Zelle in Einzelhaft, ohne Kontakt zu anderen Häftlingen. Außerdem wird er von den Gefängniswärter_innen regelmäßig beleidigt und mit Folter oder sogar dem Tod bedroht.

Sein Gesundheitszustand hat sich seit seinem Hungerstreik Anfang 2021 drastisch verschlechtert. Dennoch werden ihm medizinische Versorgung, Medikamente sowie Besuche seines Rechtsbeistands und seiner Familie verweigert. Laut seiner Schwester plant er, als Protestmaßnahme gegen seine Haftbedingungen und die Verweigerung seiner ärztlichen Betreuung, erneut in den Hungerstreik zu treten. Dies könnte für ihn lebensbedrohliche Folgen haben.

Bitte beenden Sie die Einzelhaft von Mohamed Lamine Haddi und anderen "Gdeim-Izik"- Gefangenen umgehend. Sorgen Sie bitte bis zu ihrer Freilassung dafür, dass ihre Haftbedingungen internationale Standards erfüllen und Mohamed Lamine Haddi sofort Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung erhält. Außerdem bitte ich Sie Schritte einzuleiten, damit sein Fall und der der übrigen "Gdeim-Izik"-Gefangenen in einem neuen fairen Verfahren gemäß internationaler Standards neu aufgerollt wird.

Mit freundlichen Grüßen

 

Your Excellency,

In 2013, Sahrawi activist Mohamed Lamine Haddi was sentenced to 25 years in prison in the unfair Gdeim Izik mass trial, along with 19 other individuals. They were tried in a military court, which relied heavily on their confessions extracted under torture. He has been held in solitary confinement in Tiflet II prison, Rabat, since September 2017, and has no contact with other inmates. Prison guards have also subjected Mohamed to regular verbal abuse, including death and torture threats.

Ever since his hunger strike at the beginning of 2021, Mohamed Lamine Haddi's health has severly deteriorated. However, the authorities have denied him access to adequate medical care, as well as to medicine he needs, and his lawyers and family have been banned from seeing him since March 2020. Earlier this month, he told his sister via phone that he plans on starting another hunger strike to protest his detention conditions and denial of access to medical care. There are therefore serious concerns for his health should he chose to go on hunger strike again.

I urge you to take all necessary steps to end the solitary confinement of Mohamed Lamine Haddi and other Gdeim Izik prisoners and ensure that their detention conditions conform to international standards, as well as to grant Mohamed immediate access to adequate medical care. Finally, I further urge you to hold a fair retrial for Mohamed Lamine Haddi and the other Gdeim Izik prisoners, in line with international standards.

Kind regards,

 

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Bitte abschicken bis: 31.05.2022

Appell an

Head of Government of the Kingdom of Morocco
HE Aziz Akhannouch
Palais Royal - Touarga
Rabat
MAROKKO

Sende eine Kopie an

Botschaft des Königreichs Marokko
I. E. Frau Zohour Alaoui
Niederwallstraße 39, 10117 Berlin
Fax: 030 – 20 612 420
E-Mail:
kontakt@botschaft-marokko.de