Factsheet über den Hidroituango-Staudamm in Kolumbien: "Sie haben den Fluss getötet"
Der Hidroituango-Staudamm ist das größte Wasserkraftwerk Kolumbiens und soll einmal ein Fünftel des landesweiten Energiebedarfs produzieren. Dabei werden die Bauarbeiten an der Anlage schon seit Jahren mit zahlreichen Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden in Verbindung gebracht. Betroffene und Menschenrechtsverteidiger*innen, die Widerstand gegen das Projekt leisten und sich für ihre Rechte einsetzen, werden bedroht und ermordet. Mit der Flutkatastrophe am Hidroituango-Staudamm im Frühjahr 2018 sind die bereits seit Jahren öffentlich bekannten und umfassend dokumentierten Straftaten im Zusammenhang mit dem Großprojekt auch international stärker in den Fokus gerückt. Deutsche Unternehmen haben sich dennoch an Hidroituango beteiligt und Kredite, Rückversicherungen, Elektronik und Hydraulik zur Verfügung gestellt. Das Dossier dokumentiert umfassend Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Hidroituango, zeigt auf, inwieweit die beteiligten Unternehmen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nicht ausreichend nachgekommen sind und formuliert Forderungen an die deutschen Unternehmen und die deutsche Politik, wie sie dazu beizutragen sollten, dass die Menschenrechte der von Hidroituango Betroffenen endlich gewahrt und geschützt werden.