Myanmar
Löscharbeiten nach einem Luftangriff des Militärs im Township Thabeikkyin in der Region Mandalay in Myanmar (19. April 2025)
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Überblick: Menschenrechtslage in Myanmar
- Fünf Jahre nach dem Militärputsch eskalierte der bewaffnete Konflikt 2025 in Myanmar weiter.
- Die Zivilbevölkerung litt außerdem unter den Folgen eines schweren Erdbebens und unter Kürzungen der von den USA bereitgestellten humanitären Hilfe.
- Die Zahl der militärischen Luftschläge war so hoch wie nie zuvor.
- Bei Angriffen auf Schulen wurden Dutzende Schüler*innen getötet. Auch Krankenhäuser, religiöse Einrichtungen und andere zivile Einrichtungen wurden ins Visier genommen.
- Das Militär und bewaffnete Gruppen setzten Zwangsarbeit ein, und Menschen wurden nach Myanmar geschleust, um Online-Betrügereien in sogenannten Scam-Fabriken zu begehen, wo sie ausgebeutet und gefoltert wurden.
- Die Militärbehörden missbrauchten Gesetze, um das Recht auf freie Meinungsäußerung zu unterdrücken. Dies betraf insbesondere Kritik an den von der Militärregierung organisierten Wahlen, die im Dezember 2025 begannen.
- Folter und andere Misshandlungen waren in den Gefängnissen nach wie vor an der Tagesordnung. Unter anderem wurden die Inhaftierten nicht angemessen medizinisch versorgt, was zu Todesfällen führte.
- Militärangehörige waren für die meisten Menschenrechtsverstöße verantwortlich, doch auch Angehörige bewaffneter Gruppen verletzten die Rechte der Zivilbevölkerung, u. a. durch Zwangsarbeit, Zwangsrekrutierungen, Schläge und Angriffe auf Informant*innen.
Weitere aktuelle Hintergrundinformationen zur Menschenrechtslage in Myanmar findest du im Myanmar-Kapitel des Amnesty Reports 2025/26.