Blog Ghana 11. Juli 2016

"Für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte"

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahresversammlung der ghanaischen Amnesty-Sektion.

Im Juni machte Laura Sevenich ein Praktikum bei Amnesty in Ghana. Besonders beeindruckte sie dabei das Engagement der jugendlichen Aktivistinnen und Aktivisten.

Am ersten Tag wurden zwei ghanaische Praktikantinnen und ich vom gesamten Team willkommen geheißen, das aus sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Freiwilligen besteht. Während meiner Zeit habe ich hauptsächlich mit den Kampagnenleiterinnen und -leitern zusammengearbeitet.

Der Höhepunkt und Abschluss meines Praktikums stellte die Jahresversammlung dar. Unter dem Motto “Promoting Peace and Human Rights in the Context of Election: The Role of Civil Society” versammelten sich rund 120 Amnestymitglieder und internationale Gastrednerinnen und Gastredner, um von Erfolgen zu berichten und neue Kampagnen zu besprechen.

Die Versammlung fand vom 23. bis 26. Juni in Koforudia, der Hauptstadt der Eastern Region, statt. Eröffnet wurde sie durch einen zweistündigen Friedensmarsch, der viel Aufmerksamkeit erregte. Es war eine tolle und einprägsame Erfahrung, in Ghana an einem Friedensmarsch teilzunehmen. Die Stimmung war sehr ausgelassen.

Anschließend richteten die geladenen Rednerinnen und Redner das Wort an die Mitglieder. Besonders eindrucksvoll war die Rede von Most Rev. Prof. Emmanuel Asante, dem Vorsitzenden des "National Peace Council". Er bestärkte die Zuhörerinnen und Zuhörer darin, sich trotz Rückschlägen und Schwierigkeiten weiterhin für "Frieden, Gerechtigkeit und die Menschenrechte einzusetzen". Seine Ermutigungen und sein abschließender Kommentar "It’s better to light a candle than to curse the darkeness“ ("Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen") wurden vom Publikum mit viel Beifall gewürdigt.

Der nächste Tag wurde durch die Vorstellung der vergangenen Projekte eingeleitet. Als besonderer Erfolg wurde das Jugendcamp 2015 in Kooperation mit der deutschen Amnesty-Sektion angesehen.

Der internationale und interkulturelle Austausch zwischen ghanaischen und deutschen Amnesty-Gruppen im Rahmen von gemeinsamen Aktionen und dem "Twinning Programm" soll weiterhin bestehen und gefördert werden.

Die Jugendgruppen sind sehr engagiert, weshalb sie von der ghanaischen Sektion sehr geschätzt und in ihrer Arbeit bestärkt werden. Diese Anerkennung drückte sich letztendlich auch in den Wahlen aus, da eine Vertreterin der Jugendlichen zur stellvertretenden Vorstandssprecherin gewählt wurde.

Das einmonatige Praktikum hat mir einen differenzierten Einblick in die Arbeit von Amnesty International vor Ort gegeben. Vor allem das Wochenende auf der Jahresversammlung war für mich  sehr interessant. Es ging teilweise sehr turbulent zu und es wurde viel und energisch diskutiert. Sehr beeindruckend und gleichzeitig bewegend fand ich die Präsentationen der bisherigen Projekte und Erfolge.

Was mich allerdings am meisten gefreut hat, war einerseits das Engagement der Jugendlichen, und andererseits die enorme Wertschätzung und Unterstützung, die sie dafür vom Vorstand und von den Mitgliedern bekamen.

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