Brave Wall: Kunst für Frauenrechtlerinnen

Im öffentlichen Raum ein Zeichen setzen

Aufeinanderfolgende Fotos von einer Künstlerin, die eine meterhohe Hauswand mit ihrem Kunstwerk bemalt. Die Fotos zeigen verschiedene Ansichten der Wand und die Künstlerin mit dem Pinsel in der Hand beim Malen.

"Brave Wall": Die Künstlerin Katerina Voronina bei der Fertigstellung des Wandgemäldes, das sie in Berlin-Kreuzberg zu Ehren der ermordeten brasilianischen Menschenrechtsverteidigerin Marielle Franco malte (März 2021).

Kunst schafft Protest

"Brave Wall" ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen Amnesty International und der globalen Street Art-Community. Wir laden Künstler_innen dazu ein, mit beeindruckenden Kunstwerken mutigen Menschenrechtler_innen weltweit ein Denkmal im öffentlichen Raum zu setzen. Dabei soll die Sichtbarkeit und Anerkennung von Menschenrechtler_innen gestärkt und ihre Arbeit gewürdigt werden.

Das Projekt ist als Teil der mittlerweile abgeschlossenen globalen "Mut braucht Schutz"-Kampagne (engl.: Brave) von Amnesty International entstanden. Mit der Kampagne forderten wir einen besseren Schutz von Menschen, die sich für Menschenrechte anderer stark machen und sich selbst dabei oft in große Gefahr bringen.

Brave Wall in Berlin für mutige Frauen

Die "Brave Wall" in Berlin Kreuzberg wurde anlässlich des Weltfrauentags am 8. März 2021 umgesetzt - in Zusammenarbeit mit dem Urban Nation Museum for Urban Contemporary Art. Im Mittelpunkt des Kunstwerks stehen Frauen und so genannte Women Human Rights Defenders.

Entworfen und gestaltet wurde das Motiv von der Künstlerin Katerina Voronina. Es stellt Marielle Franco dar, eine brasilianische Menschenrechtlerin und Stadträtin von Rio de Janeiro, die im März 2018 auf offener Straße erschossen wurde. Marielle Franco setzte sich insbesondere für die Rechte von Frauen, der Schwarzen Bevölkerung, jungen Favela-Bewohner_innen sowie lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LGBTI) ein.

Es ist an der Zeit, dafür einzustehen, dass jede Person dieser Welt gleiche Rechte hat, ungeachtet des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der Nationalität und Religion. Marielle Franco hat mich zutiefst beeindruckt. Sie war eine starke, mutige Frau, die unbeirrt gegen Machtstrukturen ankämpfte und dafür ihr Leben riskierte.

Katerina
Voronina
Künstlerin

Schau dir das Making-of Video zur "Brave Wall" an!

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Pünktlich zum Weltfrauentag am 8. März kannst du das Kunstwerk in der Gitschiner Straße 64-67 in Berlin Kreuzberg bestaunen. Viel Spaß!

Wenn du vor Ort bist, mach doch ein Foto von der "Brave Wall" oder von dir davor und poste es mit #IWD2021 und #MutBrauchtSchutz. Tagge bei Instagram: @amnestydeutschland, @urbannation_berlin und @voroninakate.

Mit unserer "Brave Wall" machen wir auf die entscheidende Rolle von Frauenrechtlerinnen in der globalen Menschenrechtsbewegung aufmerksam. Denn es ist an der Zeit, die Menschenrechte aller energisch zu verteidigen! Lasst uns gemeinsam die wichtige Rolle von Frauen dabei würdigen!

 

Die Künstlerin

Porträt einer weißen Frau mit brauen, schulterlangen Haaren. Sie hat den Blick Richtung Kamera und lächelt.

Katerina Voronina ist in Moskau geboren und aufgewachsen. Dort studierte sie Kunst, Illustration und Animation. Ihre Werke zieren Wände an Spielplätzen und in Cafés und werden in Magazinen und Büchern weltweit veröffentlicht. Sie ist bekannt für ihre markanten und belebten Zeichnungen von Stadtzentren und der sich darin bewegenden Menschen.

Sie arbeitete zwei Jahre in Tel Aviv bevor sie 2018 nach Berlin zog, wo sie heute lebt und arbeitet.

Wer sind "Women Human Rights Defenders"?

Du willst dich an der Arbeit für Frauenrechte bei Amnesty beteiligen?

Informier dich bei unsere Koordinationsgruppe "Menschenrechtsverletzungen an Frauen". Hier findest du allen aktuellen Infos und Kontaktmöglichkeiten.

Sie haben zum Beispiel folgende Aktionen in Zusammenarbeit mit anderen Länderkoordinationsgruppen in Umlauf gebracht:

  • Sudan: Mehr Rechte für Frauen
  • Indien: Toxic Twitter
  • Iran: Unterstützung für Frauenrechtlerinnen
  • Sierra Leone: Schulverbot für schwangere Mädchen

Weitere Infos findest du auf www.amnesty-frauen.de

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