Aktuell Ägypten 19. August 2013

Amnesty-Aktionen in Berlin: "Stoppt das Blutvergießen in Ägypten!"

Führende Amnesty-Vertreter aus der ganzen Welt demonstrieren in Berlin gegen Polizei- und Militärgewalt in Ägypten, 19.08.2013

Führende Amnesty-Vertreter aus der ganzen Welt demonstrieren in Berlin gegen Polizei- und Militärgewalt in Ägypten, 19.08.2013

19. August 2013 - Führende Amnesty-Vertreter aus der ganzen Welt, die am Montag anlässlich der Internationalen Ratstagung (ICM) in Berlin zusammenkamen, forderten mit Protestaktionen ein Ende des Blutvergießens in Ägypten und eine sofortige und umfassende Aufklärung der exzessiven Gewalt durch Sicherheitskräfte.

"Angesichts der schockierenden Zahl der Todesfälle der vergangenen Tage fordert Amnesty International umfassende, unabhängige und effektive Untersuchungen des Vorgehens der ägyptischen Sicherheitskräfte", sagt Salil Shetty, Internationaler Generalsekretär von Amnesty International. "Alle, die für den Einsatz oder die Anordnung der ungerechtfertigten tödlichen Gewalt verantwortlich sind, müssen zur Rechenschaft gezogen werden."

Amnesty hat in den vergangenen Wochen auch Menschenrechtsverstöße auf Seiten der Mursi-Anhänger dokumentiert. Diese dürften jedoch nicht als Vorwand genutzt werden, um gegen alle Mitglieder der Muslimbrüderschaft vorzugehen und dabei auch keinen Unterschied zwischen gewaltbereiten Demonstrierenden zu machen und denen, die friedlich ihr Recht auf Meinungsfreiheit wahrnehmen, so Salil Shetty.

"Amnesty International verurteilt die exzessive Gewalt der Sicherheitskräfte auf das Schärfste", sagt Selmin Çalıskan, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland. "Wir appellieren an alle Seiten, keine weitere Gewalt anzuwenden und umgehend zu friedlichen Verhandlungen zusammen zukommen."

Das ICM ist das höchste beschlussfassende Gremium auf internationaler Ebene von Amnesty International. Alle zwei Jahre kommen über 450 Amnesty-Delegierte aus über 60 Ländern zusammen, um über die politische Ausrichtung der Menschenrechtsorganisation zu entscheiden. Angesichts der aktuellen Ereignisse in Ägypten demonstrierten die Delegierten am Montag mit Nofretete-Masken gegen Polizei- und Militärgewalt. Im Anschluss zogen Amnesty-Aktivistinnen und -Aktivisten vor die ägyptische Botschaft.

Amnesty-Aktion vor der ägyptischen Botschaft in Berlin am 19.08.2013 (Bildmitte: Amnesty-Generalsekretärin Selmin Çalışkan)

Amnesty-Aktion vor der ägyptischen Botschaft in Berlin am 19.08.2013 (Bildmitte: Amnesty-Generalsekretärin Selmin Çalışkan)

Foto-Album: Amnesty-Aktionen in Berlin zur Gewalt in Ägypten (16. bis 19. August 2013)

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