Aktuell 16. September 2010

Armutsbekämpfung braucht Menschenrechte

Gipfeltreffen in New York zu den Millenniumsentwicklungszielen vom 20.-22.9.2010
Kabete NITD, Nairobi, nach der Zwangsräumung im Juli 2010

Kabete NITD, Nairobi, nach der Zwangsräumung im Juli 2010

17. September 2010 - Vom 20.-22. September 2010 treffen sich die Staats- und Regierungschefs in New York zum "Weltarmutsgipfel". Dort werden sie darüber beraten, wie sie die Millenniumsentwicklungsziele bis 2015 erreichen können.

Amnesty International fordert die Regierungschefs auf, die Menschenrechte ins Zentrum der Armutsbekämpfung zu stellen.

Denn Menschenrechtsverletzungen führen in die Armut: Dies hat Amnesty International in vielen Berichten, etwa zur Müttersterblichkeit oder zu rechtswidriger Zwangsräumungen, gezeigt.

Und Armutsbekämpfung muss sicherstellen, dass die Ärmsten tatsächlich erreicht werden, dass Menschen in Armut an allen Entscheidungen beteiligt werden, die sie betreffen, und dass Staaten zur Verantwortung gezogen werden können, wenn sie ihre Pflichten gegenüber den Armen verletzen.

In einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin hat Amnesty-Generalsekretärin Monika Lüke die zentrale Bedeutung der Menschenrechte unterstrichen und die Kanzlerin aufgefordert, auf dem Gipfel die Stimme für die Menschenrechte zu heben.

In New York wird auch der internationale Amnesty-Generalsekretär Salil Shetty als Vertreter der Zivilgesellschaft sprechen.

Jetzt mitmachen: Mit Menschenrechten gegen Armut

In der Kampagne "Mit Menschenrechten gegen Armut" dokumentiert Amnesty International schwere Menschenrechtsverletzungen an Menschen in Armut. Dazu gehören menschenunwürdige Wohnbedingungen und rechtswidrige Zwangsräumungen, Müttersterblichkeit nach vermeidbaren Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt, aber auch die gesundheitsgefährdende Verseuchung der Umwelt durch Unternehmen.

Amnesty International wendet sich an die verantwortlichen Regierungen und Unternehmen, protestiert gegen das Unrecht, fordert konkrete Verbesserungen und gibt Menschen in Armut eine Stimme: Mit Menschenrechten gegen Armut. Und mit Ihrem Einsatz.

Jetzt informieren und mitmachen!

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