Fordern Sie die Untersuchung des Falls von Daka Asani!
Daka Asani/Asanovic
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Daka Asani (oder Asanović), ein Rom aus dem Kosovo, verschwand am 1. August 1999 nach dem Besuch des Marktes in der Stadt Uroševac/Ferizaj. Knapp drei Wochen später wandte sich die Familie an das Internationale Komitee des Roten Kreuzes und bat darum, nach ihrem Angehörigen zu suchen.
Am 20. April 2004 wurde die Familie Asani durch Mitarbeiter der Internationalen Kommission für verschwundene Personen (ICMP) kontaktiert, um Blutproben der Familie zu nehmen. Das ICMP ist für die Identifikation von vermissten Personen zuständig und benutzt DNA-Techniken zur Identifizierung.
Familie Asani erhielt im Dezember 2006 einen Brief vom UN-Büro für vermisste Personen und Forensik (OMPF), in welchem sie über die Identifizierung der sterblichen Überreste von Daka Asani informiert wurde. In der Todesurkunde wurden "mehrere Schusswunden an Kopf und Rumpf" als Todesursache angegeben. Daka Asanis sterbliche Überreste wurden im späten Dezember 2006 an seinen Bruder in Serbien übergeben und in Subotica beerdigt.
Nach Dokumenten, die der Familie Asani zur Verfügung gestellt wurden, wurde Daka Asani zwar das letzte Mal in Uroševac/Ferizaj gesehen. Sein Körper jedoch wurde im Jahr 2000 mehr als 30 km von Uroševac/Ferizaj entfernt aus einem Grab bei Pristina/ Prishtinë exhumiert. Er war einer von 176 Albanern, Serben und Roma, die im Jahr 2000 von einem Team britischer Spezialisten im Auftrag des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag von diesem Friedhof exhumiert wurden.
Im Juni und August 2007 schrieb Familie Asani an die Polizei im Kosovo mit der Bitte um die Aufnahme von Ermittlungen zu dem Verschwindenlassen ihres Vaters. Bis heute hat sie keine Antwort darauf bekommen. Auch Amnesty International schickte einen Brief an die Justizabteilung der UNMIK, lieferte Informationen und bat um die Aufnahme von Ermittlungen zu der Ermordung von Daka Asani. Die Justizabteilung informierte Amnesty International, dass keine Fallakte zu dem Verbrechen vorläge.
Vielen Dank für Ihre Briefe an den Leiter der Abteilung Justizwesen von Eulex. Wir werden Sie auf www.amnesty.de informieren, wenn es Neuigkeiten zum Thema gibt.