Rothalbmond-Mitarbeiter gefoltert

Syrisch-Arabischer Roter Halbmond

Syrisch-Arabischer Roter Halbmond

Der Mitarbeiter der Hilfsorganisation Roter Halbmond Mohamed Raed al-Tawil wird seit seiner Festnahme am 8. November in der syrischen Hauptstadt Damaskus ohne Kontakt zur Außenwelt an einem unbekannten Ort in Haft gehalten. Amnesty International geht davon aus, dass er gefoltert oder in anderer Weise misshandelt worden ist.

Appell an

STAATSPRÄSIDENT
Bashar al-Assad
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 963) 11 332 3410 (Bitte sagen Sie "Fax") (Briefe werden derzeit nicht zugestellt. Bitte nur Faxe schicken!)

INNENMINISTER
Major General Mohamad Ibrahim al-Shaar
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 963) 11 311 0554 (Bitte sagen Sie "Fax")
(Briefe werden derzeit nicht zugestellt. Bitte nur Faxe schicken!)

AUSSENMINISTER
Walid al-Mu’allim
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 963) 11 214 6253 (Bitte sagen Sie "Fax") (Briefe werden derzeit nicht zugestellt. Bitte nur Faxe schicken!)

Sende eine Kopie an

BOTSCHAFT DER ARABISCHEN REPUBLIK SYRIEN
Frau Abir Jarf
Geschäftsträgerin a. i., Gesandte - Botschaftsrätin
Rauchstr. 25, 10787 Berlin
Fax: 030-5017 7311
E-Mail: info@syrianembassy.de oder press@syrianembassy.de oder secretary@syrianembassy.de

Senden Sie bitte auch eine Kopie an:

BOTSCHAFT DER RUSSISCHEN FÖDERATION
S. E. Herrn Vladimir M. Grinin
Unter den Linden 63-65, 10117 Berlin
Fax: 030-2299 397
E-Mail: info@Russische-Botschaft.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch, Französisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 31. Dezember 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.

Sachlage

Nach Angaben einer Kontaktperson in Syrien war Mohamed Raed al-Tawil gerade bei der Arbeit im Hauptsitz des Syrisch-Arabischen Roten Halbmonds als ein Unbekannter das Büro betrat. Der Mann gab an, bemerkt zu haben, dass Mohamed Raed al-Tawil die Beleuchtung an seinem Wagen nicht ausgeschaltet habe und bat ihn, ihm auf die Straße zu folgen. Als Mohamed Raed al-Tawil das Gebäude verließ, nahm ihn eine Gruppe bewaffneter Männer fest. Amnesty International wurde berichtet, dass die Männer keine Gründe für die Festnahme nannten, jedoch einen von der politischen Sicherheit ausgestellten Haftbefehl vorzeigten.

Die syrischen Behörden haben Mohamed Raed al-Tawils Familie bislang nicht über seine Inhaftierung, seinen derzeitigen Aufenthaltsort oder gegen ihn erhobene Anklagen informiert, obwohl sich die Familie und auch FreundInnen schon mehrfach nach ihm erkundigt haben.

Derselbe Kontakt teilte Amnesty International mit, dass ein am 13. November freigelassener Inhaftierter angegeben hat, bei der Staatssicherheit in Damaskus eine Zelle mit Mohamed Raed al-Tawil geteilt zu haben. Der vormals Inhaftierte berichtete, dass Mohamed Raed al-Tawil einmal in einen nahe der Zelle gelegenen Raum gebracht worden sei und er ihn anschließend habe schreien hören und verstehen konnte, dass er dazu verhört wurde, Angehörige der bewaffneten Opposition medizinisch versorgt zu haben. Er berichtete weiter, dass Mohamed Raed al-Tawil Blutergüsse und andere Wunden aufwies, als man ihn in die gemeinsame Zelle zurückbrachte. Mohamed Raed al-Tawil erzählte seinem Mitgefangenen, dass er gefoltert worden sei und dadurch starke Rückenschmerzen habe.

[SCHREIBEN SIE BITTE ]

FAXE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich möchte Sie dringend bitten, den Aufenthaltsort von Mohamed Raed al-Tawil bekannt zu geben und zu gewährleisten, dass er weder gefoltert und noch anderweitig misshandelt wird, dass er unverzüglich Zugang zu unabhängiger medizinischer Versorgung erhält und sowohl zu seiner Familie als auch seinem Rechtsbeistand Kontakt aufnehmen darf.

  • Darüber hinaus möchte ich mich nach dem Rechtsstatus von Mohamed Raed al-Tawil erkundigen und Sie nachdrücklich auffordern, ihn entweder unverzüglich einer international als Straftat anerkannten Handlung anzuklagen und in Übereinstimmung mit den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren vor Gericht zu stellen oder ihn andernfalls umgehend freizulassen.

  • Bitte leiten Sie umgehend eine unabhängige und unparteiische Untersuchung der Vorwürfe ein, Mohamed Raed al-Tawil sei gefoltert oder in anderer Weise misshandelt worden.

[APPELLE AN]

STAATSPRÄSIDENT
Bashar al-Assad
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 963) 11 332 3410 (Bitte sagen Sie "Fax") (Briefe werden derzeit nicht zugestellt. Bitte nur Faxe schicken!)

INNENMINISTER
Major General Mohamad Ibrahim al-Shaar
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 963) 11 311 0554 (Bitte sagen Sie "Fax")
(Briefe werden derzeit nicht zugestellt. Bitte nur Faxe schicken!)

AUSSENMINISTER
Walid al-Mu’allim
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 963) 11 214 6253 (Bitte sagen Sie "Fax") (Briefe werden derzeit nicht zugestellt. Bitte nur Faxe schicken!)

KOPIEN AN
BOTSCHAFT DER ARABISCHEN REPUBLIK SYRIEN
Frau Abir Jarf
Geschäftsträgerin a. i., Gesandte - Botschaftsrätin
Rauchstr. 25, 10787 Berlin
Fax: 030-5017 7311
E-Mail: info@syrianembassy.de oder press@syrianembassy.de oder secretary@syrianembassy.de

Senden Sie bitte auch eine Kopie an:

BOTSCHAFT DER RUSSISCHEN FÖDERATION
S. E. Herrn Vladimir M. Grinin
Unter den Linden 63-65, 10117 Berlin
Fax: 030-2299 397
E-Mail: info@Russische-Botschaft.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch, Französisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 31. Dezember 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.

[HINTERGRUNDINFORMATIONEN ]

Mohamed Raed al-Tawil arbeitet seit etwa 18 Jahren in verschiedenen Funktionen beim Syrisch-Arabischen Roten Halbmond. Die Organisation ist Teil der Internationaler Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften.

Amnesty International hat Menschenrechtsverletzungen an Verletzten und MitarbeiterInnen des Gesundheitswesens dokumentiert. Unter ihnen befanden sich viele, die Verwundete behandelt hatten, ohne die Behörden darüber zu informieren. Sie wollten sie damit vor Festnahme und möglicher Folter schützen. Für weitere Informationen siehe auch den Artikel Syrien: Mediziner und Patienten werden zur Zielscheibe der Regierung unter http://www.amnesty.de/2011/10/26/syrien-mediziner-und-patienten-werden-zur-zielscheibe-der-regierung.

Nähere Informationen zu Folter und anderer Misshandlung in syrischen Haftzentren finden Sie in dem Artikel Systematische Folter in Syrien unter http://www.amnesty.de/presse/2012/3/14/systematische-folter-syrien.

Amnesty International liegen die Namen von mehr als 650 Menschen vor, die Berichten zufolge seit Beginn der Unruhen in Haft gestorben sind - fast 500 allein im Jahr 2012. Amnesty International dokumentierte die Todesfälle in syrischer Haft im August 2011. Siehe dazu den Artikel Syrien: Amnesty-Bericht dokumentiert 88 Todesfälle in Haft unter http://www.amnesty.de/2011/8/31/syrien-amnesty-bericht-dokumentiert-88-todesfaelle-haft.

PLEASE WRITE IMMEDIATELY

  • Urging the Syrian authorities to reveal the whereabouts of Mohamed Raed al-Tawil and ensure that he is protected from torture or other ill-treatment, is given immediate access to his family and lawyer and any medical care he may require.

  • Asking for clarification of Mohamed Raed al-Tawil’s legal status, and calling on the authorities to release him if he is not to be charged with an internationally recognizable criminal offence, and tried according to international fair trial standards.

  • Calling on the Syrian authorities to promptly set up an independent and impartial investigation into allegations that Mohamed Raed al-Tawil was subjected to torture or other ill-treatment.