Mumbai-Attentäter hingerichtet
Ergebnis dieser Urgent Action
Die indischen Behörden haben Ajmal Kasab, einen 25-jährigen Pakistani, am 21. November im indischen Maharashtra hinrichten lassen. Es ist die erste Hinrichtung in Indien seit 2004.
Brennendes Taj Mahal Hotel, Mumbai, 27. November 2008
© APGraphicsBank
Die indischen Behörden haben Ajmal Kasab, einen 25-jährigen Pakistani, am 21. November im indischen Maharashtra hinrichten lassen. Es ist die erste Hinrichtung in Indien seit 2004.
Sachlage
Ajmal Kasab wurde in dem Gefängnis, in dem er inhaftiert war, erhängt. Ein Sondergericht hatte ihn 2010 wegen der Beteiligung an den Anschlägen vom 26. November 2008 in Mumbai zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde im August dieses Jahres vom Obersten Gerichtshof bestätigt.
Das von Ajmal Kasab eingereichte Gnadengesuch war vom Ministerium für Innere Angelegenheiten des Bundesstaates Maharashtra und dem Gouverneur von Maharashtra im September abgelehnt worden. Am 23. Oktober empfahl der indische Innenminister dem Präsidenten, das Gesuch ebenfalls abzulehnen, was dieser Berichten zufolge am 5.November tat. Die Behörden gaben diese Entscheidung jedoch nicht bekannt und hielten auch Datum und Uhrzeit seiner Hinrichtung geheim.
Das Erhängen von Ajmal Kasab ist die erste Hinrichtung in Indien seit 2004 und bedeutet eine Abkehr Indiens von der Entwicklung in Richtung Abschaffung der Todesstrafe. Das Gnadengesuch von Ajmal Kasab wurde "außer der Reihe" bearbeitet, da dem Präsidenten bereits elf andere Gnadengesuche von zum Tode verurteilten Personen vorlagen. Die Entscheidung über Ajmal Kasab wurde in weniger als drei Monaten getroffen und war damit eine der schnellsten Entscheidungen über ein Gnadengesuch in Indien in den letzten Jahren.
Eine kürzlich erschienene englischsprachige Veröffentlichung von Amnesty International zu diesem Thema finden Sie hier: http://www.amnesty.org/en/for-media/press-releases/kasab-execution-represents-indian-death-penalty-backslide-2012-11-21.
Derzeit sind keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzes erforderlich. Vielen Dank allen, die mit Appellschreiben versucht haben, die Hinrichtung zu verhindern.