Gefangenen droht Misshandlung
Am 7. November beendeten die 15 gewaltlosen politischen Gefangenen im Insein-Gefängnis den am 26. Oktober begonnen Hungerstreik. Sie konnten ihre Forderungen nicht durchsetzen. Berichten zufolge wurde einigen von ihnen während dieser Zeit das Trinkwasser verweigert.
Appell an
INNENMINISTER
Lt. Gen. Ko Ko
Ministry of Home Affairs, Office No. 10, Nay Pyi Taw
MYANMAR
(korrekte Anrede: Dear Minister/ Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 95) 67 412 439
VORSITZENDER DER MENSCHENRECHTSKOMMISSION
U Win Mya
Myanmar National Human Rights Commission
27 Pyay Road, Hline Township, Yangon
MYANMAR
(korrekte Anrede: Dear Chairman / Sehr geehrter Herr Vorsitzender)
Fax: (00 95) 67 412 439
Sende eine Kopie an
GESUNDHEITSMINISTER
Dr Pe Thet Khin
Building 4
Nay Pyi Taw
MYANMAR
(korrekte Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
BOTSCHAFT DER UNION MYANMAR
S.E. Herrn U Tin Win
Thielallee 19
14195 Berlin
Fax: 030-2061 5720
E-Mail: info@botschaft-myanmar.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Birmanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 6. Januar 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Ich bitte Sie eindringlich, umgehend sicherzustellen, dass die Hungerstreikenden weder körperlich noch psychisch misshandelt werden.
-
Ich möchte Sie daran erinnern, dass Folter und andere Formen der Misshandlung laut Völkerrecht vollständig untersagt sind.
- Ich fordere Sie höflich auf, eine umfassende und unparteiische Untersuchung von Berichten durchzuführen, denen zufolge acht Hungerstreikende zwischen dem 29. Oktober und dem 7. November in Hundezwinger gesperrt wurden und einigen der Streikenden das Trinkwasser verwehrt worden ist. Stellen Sie bitte sicher, dass die Untersuchungsergebnisse öffentlich bekannt gegeben und die für Übergriffe Verantwortlichen vor Gericht gebracht werden.
PLEASE WRITE IMMEDIATELY
-
Requesting the Myanmar authorities to take immediate action to ensure that the hunger strikers are not subjected to psychological or physical abuse.
-
Explaining to the authorities that torture and other forms of ill-treatment are absolutely prohibited under international law.
- Urging the authorities to conduct a full and impartial investigation into the reports that eight hunger strikers were placed in 'dog cells’ between 29 October and 7 November, and that many of the hunger strikers were deprived of drinking water; with the results of the investigation made public and those responsible brought to justice.
Sachlage
Am 10. November traten sechs weitere gewaltlose politische Gefangene, die sich auf der Krankenstation des Gefängnisses befanden, in Hungerstreik. Sie wollen damit eine bessere medizinische Versorgung erreichen sowie die gleichen Rechte bezüglich der Verringerung von Haftstrafen einfordern, die Strafgefangenen zustehen.
Es liegen keine Informationen darüber vor, ob den beiden Hungerstreikenden, die am 1. November auf die Krankenstation gebracht wurden, gestattet wurde, Wasser zu trinken. Die acht Hungerstreikenden, die man am 28. Oktober in Hundezwinger verlegt hatte, waren bis zum 7. November wieder in normale Zellen verlegt worden. Einer der derzeitigen Streikenden, Ko Aung Cho Oo alias Yunaut, war bereits am ersten Hungerstreik, der am 26. Oktober begonnen hatte, beteiligt gewesen. Man weiß nicht, ob er einer der beiden Gefangenen ist, die zuvor auf die Krankenstation des Gefängnisses verlegt worden waren.
[EMPFOHLENE AKTIONEN]
SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Ich bitte Sie eindringlich, umgehend sicherzustellen, dass die Hungerstreikenden weder körperlich noch psychisch misshandelt werden.
-
Ich möchte Sie daran erinnern, dass Folter und andere Formen der Misshandlung laut Völkerrecht vollständig untersagt sind.
- Ich fordere Sie höflich auf, eine umfassende und unparteiische Untersuchung von Berichten durchzuführen, denen zufolge acht Hungerstreikende zwischen dem 29. Oktober und dem 7. November in Hundezwinger gesperrt wurden und einigen der Streikenden das Trinkwasser verwehrt worden ist. Stellen Sie bitte sicher, dass die Untersuchungsergebnisse öffentlich bekannt gegeben und die für Übergriffe Verantwortlichen vor Gericht gebracht werden.
[APPELLE AN]
INNENMINISTER
Lt. Gen. Ko Ko
Ministry of Home Affairs, Office No. 10, Nay Pyi Taw
MYANMAR
(korrekte Anrede: Dear Minister/ Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 95) 67 412 439
VORSITZENDER DER MENSCHENRECHTSKOMMISSION
U Win Mya
Myanmar National Human Rights Commission
27 Pyay Road, Hline Township, Yangon
MYANMAR
(korrekte Anrede: Dear Chairman / Sehr geehrter Herr Vorsitzender)
Fax: (00 95) 67 412 439
KOPIEN AN
GESUNDHEITSMINISTER
Dr Pe Thet Khin
Building 4
Nay Pyi Taw
MYANMAR
(korrekte Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
BOTSCHAFT DER UNION MYANMAR
S.E. Herrn U Tin Win
Thielallee 19
14195 Berlin
Fax: 030-2061 5720
E-Mail: info@botschaft-myanmar.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Birmanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 6. Januar 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
[HINTERGRUNDINFORMATIONEN ]
In den Mittagsstunden des 26. Oktober waren 15 im Insein-Gefängnis inhaftierte politische Gefangene in den Hungerstreik getreten. Mit ihrer Aktion hatten sie gegen die Handhabung der Behörden, politischen Gefangenen im Gegensatz zu Strafgefangenen in der Regel keine Reduzierung ihrer Freiheitsstrafen zu gewähren, protestiert. Einigen der Gefangenen war offenbar das Trinkwasser verweigert wurden. Durch ihr Vorgehen, Gefangenen als Strafsanktion für ihre Beteiligung an einem Hungerstreik sauberes Trinkwasser zu verwehren, könnte die Behörden eine Mitschuld treffen, falls die Hungerstreikenden an Flüssigkeitsmangel sterben sollten. Die Behörden würden damit gegen das in völkerrechtlichen Abkommen wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verbriefte Recht auf Leben verstoßen.
Die Mindestgrundsätze für die Behandlung von Gefangenen schreiben ebenfalls vor, dass Gefangenen Trinkwasser zur Verfügung stehen muss, wann immer sie es benötigen.
Nach vorliegenden Meldungen waren am 29. Oktober acht der 15 Hungerstreikenden in Hundezwinger verlegt worden. Um wen es sich dabei konkret handelt, konnte bislang nicht in Erfahrung gebracht werden. Die Hundezwinger im Insein-Gefängnis haben eine Länge von etwa drei und eine Breite von zwei Metern, sind jedoch hoch genug, um aufrecht stehen zu können. Sie sind fensterlos und oft nur schlecht belüftet. Sanitäre Einrichtungen, Betten oder auch nur Bodenmatten gibt es in den Zwingern nicht.
Am Morgen des 1. November sollen sich zwei der Hungerstreikenden im Krankenhaus befunden haben. Um wen es sich dabei handelt und wie es ihnen geht, ist nicht bekannt. Die hungerstreikenden Gefangenen durften weder von ihren Familien besucht werden, noch Briefe oder Päckchen mit Nahrungsmitteln oder Medikamenten von ihnen erhalten.
Um gegen ihre Behandlung und die schlechten Haftbedingungen zu protestieren, treten politische Gefangene in Myanmar immer wieder in Hungerstreik. Die Gefängnisbehörden reagieren auf Häftlingsproteste mit Folter oder grausamer, erniedrigender oder unmenschlicher Behandlung. Zu den Strafmaßnahmen gehören u. a. das Anketten oder die Verlegung in Dunkelzellen oder Zwinger für Armeehunde über längere Zeiträume hinweg
PLEASE WRITE IMMEDIATELY
-
Requesting the Myanmar authorities to take immediate action to ensure that the hunger strikers are not subjected to psychological or physical abuse.
-
Explaining to the authorities that torture and other forms of ill-treatment are absolutely prohibited under international law.
- Urging the authorities to conduct a full and impartial investigation into the reports that eight hunger strikers were placed in 'dog cells’ between 29 October and 7 November, and that many of the hunger strikers were deprived of drinking water; with the results of the investigation made public and those responsible brought to justice.