Drohende Hinrichtung
Am 16. November hat das Kassationsgericht von Bahrain das gegen Jassim Abdulmanan verhängte Todesurteil bestätigt. Nun liegt die Entscheidung über die Hinrichtung beim König von Bahrain. Wenn der König das Todesurteil ratifiziert, könnte Jassim Abdulmanan innerhalb weniger Wochen hingerichtet werden.
Appell an
KÖNIG
His Majesty Shaikh Hamad bin Issa Al Khalifa
King of Bahrain
Office of His Majesty the King
P. O. Box 555
Rifa’a Palace
BAHRAIN
(korrekte Anrede: Your Majesty)
Fax: 00 973 176 64 587
Sende eine Kopie an
Botschaft des Königreichs Bahrain
S.E. Herrn Ahmed Mohamed Yousif Aldoseri
Klingelhöfer Str. 7, 10785 Berlin
E-Mail:info@bahrain-embassy.de
Fax: 030-8687 7788
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 30. Dezember 2009 keine Appelle mehr zu verschicken.
PLEASE SEND APPEALS TO ARRIVE AS QUICKLY AS POSSIBLE, IN ENGLISH, ARABIC, FRENCH OR YOUR OWN LANGUAGE:
-
calling for His Majesty Shaikh Hamad bin Issa Al Khalifa not to ratify the death sentence of Jassim Abdulmanan;
-
acknowledging that the government has the right and responsibility to bring to justice those responsible for criminal offences, but expressing unconditional opposition to the death penalty;
- urging the King to commute the sentences of all those facing possible execution in Bahrain.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE
-
Fordern Sie König Shaikh Hamad bin Issa Al Khalifa auf, das gegen Jassim Abdulmanan verhängte Todesurteil nicht zu ratifizieren.
-
Erkennen Sie an, dass die Regierung das Recht und die Verpflichtung hat, Personen die eine Straftat begangen haben, vor Gericht zu stellen, aber machen Sie deutlich, dass Sie die Todesstrafe unter allen Umständen ablehnen.
- Appellieren Sie an den König, alle in Bahrain verhängte Todesurteile umzuwandeln.
Sachlage
Der aus Bangladesch stammende Jassim Abdulmanan war am 17. Januar 2007 vom bahrainischen Strafgericht zum Tode verurteilt worden. Das Gericht hatte ihn des Mordes an seinem Landsmann Ridar Mian für schuldig befunden. Zwei weitere Staatsbürger Bangladeschs wurden im selben Verfahren zu lebenslanger Haft verurteilt. Die drei Männer legten Rechtsmittel gegen die Urteile ein. Das Oberste Berufungsgericht reduzierte daraufhin am 6. April 2009 die lebenslangen Gefängnisstrafen auf 15 Jahre Haft, hielt aber das Todesurteil gegen Jassim Abdulmanan aufrecht.
Hintergrundinformation
In Bahrain wird die Todesstrafe zwar selten verhängt, aber in den vergangenen fünf Jahren sind mindestens sechs Menschen zum Tode verurteilt worden. Im Dezember 2006 wurden gleich drei Bangladescher hingerichtet – die ersten Exekutionen seit 1996. Todesurteile werden in Bahrain gewöhnlich durch Erschießen vollstreckt.
Amnesty International beobachtet mit großer Sorge, dass die Todesstrafe in Bahrain in unverhältnismäßiger Weise überwiegend gegen ausländische StaatsbürgerInnen verhängt wird.
Bei der Abstimmung in der UN-Generalversammlung über ein weltweites Hinrichtungsmoratorium im Dezember 2008 enthielt sich Bahrain der Stimme. Die Resolution wurde mit 106 Pro-Stimmen, 46 Gegenstimmen und 34 Enthaltungen verabschiedet.